Datum: Branche:

Chocosuisse-Präsident ist nicht mehr Ständerat

Der amtierende CVP-Ständerat Beat Vonlanthen ist im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen abgewählt worden. Neben SP-Präsident Christian Levrat zieht die 31-jährige Johanna Gapany (FDP) als erste Frau für den Kanton ins Stöckli ein.

von sda/hps

Johanna Gapany von der FDP zieht in den Ständerat ein. (Bild: zVg)

Gemäss Angaben der Freiburger Staatskanzlei erzielte Levrat 38’337 Stimmen. Gapany kam auf 31’122 und Vonlanthen auf 30’964 Stimmen.

Mit der 31-jährigen Johanna Gapany zieht die erste Frau für den Kanton Freiburg in die kleine Kammer ein. Zudem vertreten gleich zwei Personen aus dem Greyerzbezirk den Kanton Freiburg in den kommenden vier Jahren im Ständerat.

Johanna Gapany wohnt in Bulle. Sie sitzt im Gemeinderat der 23’500 Einwohner zählenden Stadt, ist auch Freiburger Grossrätin und arbeitet als Projektleiterin bei einem Freiburger Privatspital.

Levrat wohnt in Vuadens unweit von Bulle. Er kann im Dezember seine dritte Legislatur im Ständerat antreten. Seit vielen Jahren vertraten immer ein Französisch- und ein Deutschsprachiger den zweisprachigen Kanton Freiburg im Ständerat.

Beat Vonlanthen ist seit 2017 Präsident des Branchenverbandes Chocosuisse und Biscosuisse. Vonlanthen folgte auf Walter Anderau, dem früheren Verwaltungsratspräsiden von Kraft Jacobs Suchard (Schweiz) AG, der das Amt 12 Jahre lang innehatte.

Die unterlegene Freiburger CVP, die erstmals seit 1850 (!) nicht mehr im Ständerat vertreten ist, kündigte am Sonntagabend an, eine Nachzählung der Stimmen zu verlangen. Man werde am Montagmorgen bei der Staatskanzlei eine entsprechende Beschwerde einreichen, sagte CVP-Vizepräsident Markus Bapst am Abend gegenüber Medienvertretern. Als Grund nannte er die Probleme rund um die Bekanntgabe der Wahlergebnisse sowie das knappe Resultat. Vonlanthen hat nach neuesten Berichten nur gerade 139 Stimmen weniger als Gapany erhalten. Man sei es den Wählern schuldig, diesbezüglich für Transparenz zu sorgen. Die Staatskanzlei ist gemäss Medienberichten bis heute Dienstag, nicht auf das Anliegen eingegangen.