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Arla startet Klimacheck-Programm

Die Arla-Milchproduzenten gehören gemäss dem skandinavischen Milchkonzern zu den klimafreundlichsten Milchbauern weltweit. Mit dem Klimacheck-Programm soll jetzt weltweit die grösste Datensammlung der Milchbranche entstehen.

von pd/hps

(Bild: Arla)
(Bild: Arla)

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods startet Anfang 2020 in sieben europäischen Ländern, ein Klimacheck-Programm für seine 9 900 Milchproduzenten. Mit dem neuen Programm will das Unternehmen bis im 2030 die CO2-Emissionen um 30 Prozent pro Kilogramm Milch senken und bis im 2050 sollen die Emissionen auf Netto-Null sinken, wie Arla schreibt. Mit dem Programm entsünden zudem einer der weltweit grössten Datensätze von extern verifizierten Klimadaten aus der Milchwirtschaft. Damit könnten die Landwirte ihre Klimabilanz kontinuierlich vebessern. Denn der Anteil der Gesamtemissionen in der Wertschöpfungskette der aus der Milchprodutktion aus den Höfen entstehe, sei gross.

Molkereiprodukte sind in Bezug auf ihre Klimabilanz eine ausgezeichnete natürliche Nährstoffquelle. Dennoch will das Unternehmen das Verhältnis von Nährstoffgehalt zu CO2-Ausstoss noch weiter verbessern, wie Arla in der Medienmitteilung schreibt. Bereits heute würden die Arla Landwirte zu den klimafreundlichsten Milchbauern der Welt gehören. Sie würden zur Produktion ihrer Milch weniger als die Hälfte der durchschnittlichen, weltweit ausgestossenen CO2-Emissionen (Milchproduktion) benötigen. Seit 1990 hätten die Produzenten ihre Emissionen bereits um 24 Prozent pro Kilogramm Milch gesenkt. Dies reiche jedoch nicht aus, wie Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla Foods und dänischer Landwirt in der Mitteilung zitiert wird. Wie in jeder anderen Branche müsse auch hier mehr getan und schneller gehandelt werden, so Nørgaard.

Im ersten Schritt des Klimachecks erfassen die Landwirte ihre individuellen Betriebsdaten auf einer digitalen Plattform: von der Herdengrösse über die Haltung, die produzierte Milchmenge, den Futterverbrauch, die Futtermittelproduktion, den Energie- und Kraftstoffverbrauch bis hin zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Im zweiten Schritt werden die Daten von einem externen Berater geprüft und gemeinsame Verbesserungsmöglichkeiten mit dem Landwirt besprochen. Diese könnten gemäss Arla zum Beispiel in einer veränderten Futterzusammensetzung bestehen, oder auch in einem optimierten Einsatz von Gülle.

Landwirte die am Klimacheck teilnehmen würden, sollen pro Liter Milch einen Eurocent Prämie erhalten.

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