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Valio will CO2-neutral werden

Der finnische Milchverarbeiter Valio will bis 2035 klimaneutral sein, um Lebensmittelherstellern nachhaltig produzierte Lebensmittelzutaten anzubieten.

von pd/hps

(Bild: Tetra Pak)

Der finnische Milchverarbeiter Valio will als Zulieferer von Inhaltsstoffen – insbesondere Milchpulver – seinen Kunden mit einer nachhaltigen Produktionskette Kunden einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt verschaffen, wie foodbev.com schreibt. Statt nur die Emissionen zu kompensieren, sollen wesentliche Veränderungen in der Produktionskette vorgenommen werden, um den CO2-Fussabdruck von Milchprodukten in Zukunft auf Null zu senken wie das Online-Portal Timo Pajari, Chef von Valios Food Solutions zitiert.

Das Ziel bis im 2035, die klimaneutrale Molkerei zu haben, bedeutet, dass die gleiche Menge an Emissionen reduziert und aus der Atmosphäre entfernt wird, die auf den Farmen, im Transportwesen, in den Werken und bei der Herstellung von Verpackungen anfällt. Laut Valio seien Rückverfolgbarkeit und transparente Beschaffung wichtige Kundenanforderungen beim Verkauf von Inhaltsstoffen. Dabei könne die gesamte Milch auf einen einzelnen Bauernhof zurückverfolgt werden.

In Finnland, wo der zwei Milliarden Umsatz erwirtschaftende Konzern Valio, 85 Prozent der Milch verarbeitet, ist die Produktion von klimaneutraler Milch ein erreichbares Ziel, da sich die Produktionsmethoden von denen anderer Länder unterscheiden. Zum Beispiel werden Kühe hauptsächlich mit Gras anstatt mit Soja gefüttert. Dabei würden neue Grassamenmischungen entwickelt, die die Kohlenstoffbindungsfähigkeit von Grasland verbessern sollen. Weiter wird Biogas als Ersatz für fossile Brennstoffe genutzt.

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsagenda hat gemäss foodbev, Valio seine Verpackungen auf pflanzlicher Basis entwickelt und Anfang dieses Jahres die Verwendung von recyceltem Kunststoff in den Lebensmittelverpackungen aufgenommen.