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Wirtschaft der Euro-Zone ohne Schwung

Die Wirtschaft im Euro-Raum kommt auch am Jahresende nicht richtig vom Fleck und befindet sich in der tiefsten Krise seit 2013.

von sda

Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. (Bild: zVg)

Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, verharrte im Dezember bei 50,6 Punkten, wie aus der am Montag veröffentlichten monatlichen Umfrage des Instituts IHS Markit unter rund 4000 Firmen hervorgeht. Das Barometer blieb damit knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten einen leichten Anstieg erwartet.

«Die Euro-Zone beendet das Jahr in der tiefsten Krise seit 2013», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. «Gegenwind kam im Dezember vor allem von der annähernd stagnierenden Nachfrage, und auch die düsteren Aussichten für das nächste Jahr machen den Unternehmen zu schaffen.»

Weiterhin mau sieht es in der Industrie aus: Hier fiel der Einkaufsmanagerindex überraschend um 1,0 auf 45,9 Punkte. Die Industrie leidet unter der globalen Investitionsschwäche, die nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst wurde. Das Barometer für die Dienstleister kletterte dagegen am Jahresende um 0,5 auf 52,4 Punkte und damit etwas stärker als erwartet. Die stark vom Binnenmarkt abhängigen Dienstleister profitieren von steigender Beschäftigung und höheren Löhnen.