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Discounter lanciert «Aldi Bio Weide Rind»

Aldi lanciert neue Rindfleischartikel die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) entstanden sind. Die Labelanforderungen dafür gehen über die Bio-Standards hinaus.

von pd/hps

Mit dem Label «ALDI Bio Weide Rind» sollen die Aldi Kunden nicht nur ein qualitativ hochwertiges Produkt erhalten, sondern sie unterstützen mit dem Kauf gleichzeitig noch ein Projekt des Discounters und dem FiBL. Aldi sei bei diesem Projekt noch einen Schritt weitergegangen, wie der Händler in einer Medienmitteilung schreibt. Damit werde nämlich auch dafür gesorgt, dass auch männliche Milchrassekälber auf dem Geburtsbetrieb aufwachsen dürfen. Für diese gibt es im Bio-Landbau häufig keine Verwendung, da sie später keine Milch geben. Sie gehen mit nur 4 Wochen in die konventionelle Kälbermast über. Beim Aldi Weide Rind würden diese ein kräftiges Immunsystem erhalten, so dass ein Antibiotikaeinsatz auf ein absolutes Minimum reduziert werden könne, schreibt Aldi weiter. Zudem würden die Tiere von hervorragenden Haltungsbedingungen mit ganzjährig viel Auslauf und frischem, saftigem Gras als Futter auf der Weide profitieren. Die Basis bilden alle bewährten Bio-Standards, zusätzlich:

    • Kälber dürfen auf dem Geburtsbetrieb aufwachsen. Damit könne der Antibiotika-Einsatz auf ein Minimum reduziert werden.
    • Männliche Milchrassekälber dürfen auf Bio-Bauernhöfen leben
    • Sojafütterung verboten

Für die Verpackung setzt Aldi eine spezielle «Flatskin»-Verpackung ein, wodurch eine Plastikreduktion von 70 Prozent erreicht werde. Mit diesem Projekt nehme Aldi in der Schweiz eine Pionierrolle im Detailhandel ein, wie das Unternehmen weiter schreibt. Die
Bio Weide Rind-Artikel werden nur in 46 ausgewählten Filialen verkauft  (Stand Januar 2020). Einzig das Hackfleisch sei schweizweit in allen Filialen erhältlich.