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EU-Energieverbrauch weiter deutlich über Ziel für 2020

Beim Energiesparen kommt die Europäische Union ihren eigenen Zielen für 2020 kaum näher. Im Jahr 2018 sank der Primärenergieverbrauch um 0,71 Prozent, der Endenergieverbrauch blieb fast gleich, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.

Die beiden Werte lagen damit fünf beziehungsweise drei Prozent über den Zielen für 2020. Der Primärenergieverbrauch bezeichnet die Nutzung ursprünglicher Energiequellen wie Kohle, Erdöl, Wind oder Sonne. Endenergie ist das, was letztlich von Verbrauchern genutzt wird, zum Beispiel als Strom oder Heizwärme. Die Angaben von Eurostat beziehen sich auf die heutigen 27 EU-Staaten, also ohne Grossbritannien.

Die EU hat sich vorgenommen, den Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent unter einen ursprünglich prognostizierten Wert zu senken. Tatsächlich verbrauchten die 27 Staaten 2018 zusammen 1376 Millionen Tonnen Rohöleinheiten Primärenergie. Zielwert für 2020 sind höchstens 1312 Millionen Tonnen Rohöleinheiten.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat der europäische Energieverbrauch stark geschwankt. Er hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von Konjunktur und Rohstoffpreisen.

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