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Backhaus soll Hug beflügeln

Der Backwarenhersteller Hug ist gut unterwegs und will Ende Jahr die Wernli-Produktion ins neue Backhaus zügeln.

von Hans Peter Schneider

Die beiden Geschäftsführer Andreas und Anna Hug.

«Trotz dem anspruchsvollen Umfeld konnten wir uns gut entwickeln und sind zufrieden.» Andreas Hug, Co-Geschäftsleiter des gleichnamigen Backwarenunternehmens in Malters, zog Ende Januar vor den Medien ein positives Fazit über das vergangen Jahr. Das Unternehmen hat den Absatz seiner Produkte um 384 Tonnen auf 9738 Tonnen gesteigert, die Mitarbeiterzahl stieg um 13 Personen auf 386 Angestellte. Der Umsatz machte einen Sprung von 118,8 Millionen auf 123,9 Millionen Franken.

Die grössten Wachstumstreiber seien die Produkte für den Foodservice, sagte Hug. Dort habe man mit tiefgekühlten Neuheiten aufwarten können. Gerade mit den Tartelettes Filigrano ging die Post ab. In der Schweiz habe das Unternehmen mit neuen tiefgekühlten Brötchen besonders im Gastrogeschäft (+6%) wachsen können, sagte Co-Geschäftsführerin Anna Hug. Trotz Kopien von Mitbewerbern habe auch der Umsatz mit Dar-Vida gesteigert werden können. Auch dort bringe Hug laufend Innovationen auf den Markt, wie etwa die glutenfreien Crackers aus Linsen und Hummus. Die letzten Innovationen auf der Basis von Dinkel seien vom Markt gut aufgenommen worden.

Die Leaderstellung im Marktsegment Dessertbeigaben habe man mit der Akquisition der Hardegger Hüppen festigen können, hiess es weiter. Dieses Unternehmen werde im Frühling 2021 vom zürcherischen Fahrweid an den Standort Willisau gezügelt.

Am Standort Malters wird derweil fleissig gebaut. Ende dieses Jahres sollen die ersten Anlagen von der Wernli-Produktion im solothurnischen Trimbach nach Malters im Kanton Luzern gezügelt werden. Es sei ein «Jahrhundertprojekt» und die Herausforderungen riesig, sagte Andreas Hug. Doch man schaue zuversichtlich in die Zukunft und sei überzeugt, dass das Backhaus die Hug-Marken beflügeln werde.
hanspeter.schneider@rubmedia.ch