Hochdorf verkauft Uckermärker Milch
Der Milchverarbeiter Hochdorf verkauft seine Mehrheitsbeteilung an der deutschen Uckermärker Milch.
Hochdorf will seine Strategie überdenken. (Bild zvg)
Hochdorf begründet den Verkauf mit der strategischen Fokussierung auf die Geschäftsbereiche Baby Care und Dairy Ingredients aus Schweizer Produktion. Das Unternehmen hatte eine Aktienmehrheit an der Uckermärker Milch GmbH von 60 Prozent und verkauft diese per 28. Februar an die Ostmilch Handels GmbH, die bisher 40 Prozent hielt. Die Hochdorf-Gruppe hatte die Uckermärker Milch per Anfang 2015 übernommen und plante dort, Babynahrung für europäische und südamerikanische Märkte zu produzieren. Weil aber die Verkäufe von Schweizer Babynahrung ein unerwartet starkes Wachstum verzeichneten, habe man die zusätzlich benötigten Produktionsanlagen in der Schweiz gebaut, schreibt Hochdorf. Mit dem Bau der Sprühturmlinie 9 in Sulgen habe die Beteiligung an der Uckermärker Milch ihre strategische Bedeutung verloren. Auch in der EU seien in den letzten Jahren zahlreiche Kapazitäten zur Produktion von Säuglingsmilchen aufgebaut worden. Eine Investition in die Uckermärker sei deshalb keine Option mehr.