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Chef der Landesversorgung: Hamsterverkäufe unnötig

Der Delegierte des Bundes für die wirtschaftliche Landesversorgung, Werner Meier, hat Entwarnung bezüglich der Knappheit von Nahrungsmitteln gegeben. «Die Panik an der Lebensmittelfront ist unnötig», sagte er den «Zeitungen der CH-Media» vom Mittwoch.

von sda

Hamsterkäufe sind unnötig, sagt der Bund, aber ein Notvorrat ist angezeigt. (Symbolbild Pixabay)

Der oberste Verantwortliche für die Landesversorgung erklärte weiter, die Schweiz habe für den Notfall ausreichend Lebensmittel eingelagert. «Die Verantwortung liegt bei der Wirtschaft, der Bund unterstützt.»

Die Wirtschaft verfüge in den Sektoren Ernährung, Heilmittel und Energie über Pflichtlagerbestände zwischen drei bis 4,5 Monaten. «Vorbereitete Massnahmen – zum Beispiel in den Bereichen Heilmittel und Logistik – werden umgesetzt», betonte Meier zum aktuellen Stand der Situation.

Auffüllen der Regale im Gang

In den Supermärkten bräuchte aber niemand Hamsterkäufe vornehmen. Die Detailhändler verfügten über genügend Nachschub und hätten mit Unterstützung des Bundes derzeit logistische Massnahmen getroffen, um ihre Regale wieder aufzufüllen, erklärte Meier.

Die Detailhändler hätten zudem keine Engpässe gemeldet, etwa weil die Grenzen geschlossen wurden, hiess es weiter. Die Massnahmen zur Grenzabschottung gelten ohnehin nur für den Personen-, nicht aber für den Warenverkehr, hob er in dem Interview hervor.

Unabhängig von der aktuellen Situation mit dem Coronavirus sollte jedermann allerdings dennoch einen Notvorrat für rund eine Woche zu Hause haben. Dazu gehören laut Meier haltbare Lebensmittel, Getränke und Güter des täglichen Bedarfs.