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Weniger Biscuits exportiert

Die Schweizer Biscuit- und Dauerbackwarenhersteller erlitten im letzten Jahre Umsatzverluste.

von wy/pd

Insgesamt erzielte die Branche einen Umsatz von 444,2 Millionen Franken, 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Absatzmenge lag bei 42’623 Tonnen, 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Während sich der Inlandmarkt erholte, ging das Exportgeschäft erneut stark zurück, wie der Verband Biscosuisse schreibt. Der Importanteil stieg dagegen erstmals auf über 50 Prozent.

Als Dauerbackwaren gelten Apéro- und Salzgebäcke, brotähnliche Gebäcke wie Zwieback und Knäckebrot, Spezialfabrikationen (Dessert-Halbfabrikateusw.), Spezialitäten (z. B. schokolatierte Gebäcke), Standard-Biscuits und haltbare “Frischbackwaren” (z. B. Cakes, Getreideriegel etc.).

Im Export wurden 7,4 Prozent weniger Dauerbackwaren (total 10’486 Tonnen) verkauft als noch im Vorjahr. Der Umsatz ging um 6,7 Prozent auf 92,2 Mio. Franken zurück. Besonders stark war der Rückgang bei den Standard-Biscuits und bei den Spezialitäten. Zuwächse gab es einzig bei den Apéro- und Salzgebäcken sowie Spezialfabrikationen. Der Exportanteil sank auf 24,6 Prozent.

Der Umsatz im Inland lag 2019 bei 351,9 Mio. Franken, 0,9 Prozent höher als im Vorjahr. Die Verkaufsmenge stieg um 1,3 Prozent auf 32’137 Tonnen.

Zu den beliebtesten Dauerbackwaren gehörten die Standard-Biscuits und Spezialitäten, die rund zwei Drittel der Gesamtproduktion ausmachten. Bei den Standard-Biscuits betrug der Absatzrückgang 1,3 Prozent. Bei den Spezialitäten ging die Verkaufsmenge um 1,6 Prozent zurück. Positiv war die Absatzentwicklung bei den mengenmässig weniger ins Gewicht fallenden Spezialfabrikationen (+3,3%), brotähnlichen Gebäcken (+1,9%) sowie Apéro- und Salzgebäcken (+1,2%).

In der Produktgruppe der Biscuits (d. h. Standard-Biscuits und Spezialitäten, inkl. Waffeln und lebkuchenähnliche Gebäcke) wurden mit 22’502 Tonnen praktisch gleich viele Produkte importiert wie vergleichbare Waren aus einheimischer Produktion im Inlandmarkt verkauft wurden (22’424 Tonnen). Der Marktanteil der Importwaren stieg auf 50,1% (+1,0%). Der grösste Teil davon stammte aus Deutschland. Weitere wichtige Herkunftsländer waren Italien, Holland und Belgien. Als Folge des Anstiegs bei den Importen erhöhte sich der Gesamt-Inlandabsatz von Biscuits. Unter Berücksichtigung einheimischer und importierter Waren lässt sich ein Pro-Kopf-Verbrauch von Biscuits von 5,24kg ableiten (+80g).