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Konsumentenstimmung auf Rekordtief

Das Coronavirus hat die Konsumentenstimmung in der Schweiz auf historische Tiefstwerte sinken lassen. Die Befragten gehen von einer schweren Rezession aus, wie provisorische Zahlen des Seco zeigen.

von pd/mos

Den Schweizern steht momentan nicht der Sinn nach grösseren Anschaffungen. (Symbolbild Pixabay)

Aufgrund der aktuellen Lage hat das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO am Mittwoch ausserplanmässig provisorische Ergebnisse zur Konsumentenstimmung im April veröffentlicht (die definitiven Ergebnisse folgen am 5. Mai). Diese zeigen: Die Stimmung der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten ist von −9 Punkten im Januar auf −40 Punkte gesunken. Ähnlich tiefe Werte hat die Konsumentenstimmung einzig Anfang der 1990er-Jahre angenommen, wie das Seco in einer Mitteilung schreibt.

Die Erwartungen der Befragten für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung haben sich stark verschlechtert. Der entsprechende Teilindex ist auf rekordtiefe −84 Punkte zurückgegangen. Auch bezüglich ihres eigenen Budgets stellen sich die Befragten auf schlechte Zeiten ein. Der Teilindex zur erwarteten finanziellen Lage liegt bei −24 Punkten; vergleichbare Werte wurden bislang nur Anfang der 1990er-Jahre verzeichnet.

Schliesslich wurde die Frage, ob aktuell ein guter Moment für grössere Anschaffungen sei, so negativ beantwortet wie noch nie. Der entsprechende Teilindex liegt bei −48 Punkten. Ein Grund dafür ist die Schliessung zahlreicher Geschäfte im Rahmen der ausserordentlichen Lage, ein anderer die aktuell sehr grosse Unsicherheit, schreibt das Seco.