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Wochenmärkte erst ab 11. Mai: für Bauern unverständlich

Dass Wochenmärkte in der Schweiz erst ab dem 11. Mai wieder möglich sind, kann der Schweizer Bauernverband (SBV) nicht nachvollziehen.

von pd/mos

In Österreich waren Wochenmärkte auch während des Lockdows offen. (Symbolbild Pixabay)
Dass der Bundesrat beim Ausstieg aus dem Lockdown Wochenmärkte erst ab dem 11. Mai wieder zulassen will, ist für den Schweizer Bauernverband «absolut unverständlich», wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Erstens verkauften Wochenmärkte Lebensmittel, zweitens fänden sie draussen statt und drittens liessen sich dort die Abstand- und Hygienemassnahmen problemlos einhalten. In Österreich seien Wochenmärkte trotz Ausgehverbot immer erlaubt gewesen, hält der SBV fest.
Positiv findet der Bauernverband, dass ab sofort auch Selbständigerwerbende Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung haben, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind. Damit könnten Bauernbetriebe, die zwar selber nicht schliessen mussten, aber z.B. aufgrund der Schliessung aller Gastro-Betriebe grosse Umsatzeinbussen in Kauf nehmen müssen, ihren Erwerbsausfall
ebenfalls anmelden.
Der SBV begrüsst weiter, dass wie von ihm gefordert, Gartenfachmärkte, Gärtnereien, Blumenläden und Blumenfelder in der ersten Lockerungsstufe ab 27. April wieder öffnen dürfen. Damit sei auch die Versorgung der privaten Gärten mit Setzlingen und Saatgut gewährleistet.