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Mehr Gemüse und Früchte gekauft

Die Schweizerinnen und Schweizer haben letztes Jahr mehr Früchte und Gemüse gekauft als im Vorjahr. Weiter gewachsen ist auch das Bio-Segment.

von pd/mos

Der Umsatz mit frischem Gemüse im Detailhandel überstieg letztes Jahr erstmals die Marke von zwei Milliarden Franken. (Symbolbild Pixabay)

Im Schweizer Detailhandel wurden im Jahr 2019 rund 399 Millionen Kilogramm Gemüse (frisch, inkl. Kartoffeln, Kräutern und Pilzen) eingekauft, das sind 2,7 % mehr als im Vorjahr. Auch die Einkaufsmengen von Tafelobst sind gegenüber dem Vorjahr um 1.7 % auf 394 Mio. kg gestiegen. Dies zeigt eine Auswertung der Einkaufsdaten von Nielsen Schweiz über die Zeitperiode 2017 bis 2019, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in seinem aktuellen Marktbericht «Früchte und Gemüse» veröffentlicht hat.

Während Gemüse 2019 die höchsten Absätze verzeichnete, erreichte der Jahresabsatz von Tafelobst nicht die Mengen des Jahres 2017, als mit 412 Mio. kg noch mehr Früchte verkauft wurden als Gemüse.

Gemüse mit über 2 Milliarden Umsatz

Beim Gemüse wurde nahezu von allen Produktgruppen mehr verkauft. Unterschiedlich entwickelten sich die Durchschnittspreise des eingekauften Gemüses, wie das BLW schreibt: Diese reichen von – 2,7 % bei der bedeutenden Gruppe der Fruchtgemüse (z.B. Tomaten, Gurken, Zucchetti) bis zu +2,2 % bei Stängelgemüse (z.B. Spargel, Fenchel, Stangensellerie). Insgesamt war der durchschnittliche Warenwert der eingekauften Gemüse mit 5.04 CHF/kg etwas tiefer als im Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs wurde aufgrund der gestiegenen Einkaufsmengen erstmals im Beobachtungszeitraum ein Umsatz von mehr als zwei Milliarden Franken erwirtschaftet.

Frucht-Umsatz gefallen

Auch bei Früchten hat sich der durchschnittliche Warenwert pro Kilogramm rückläufig entwickelt, von 4.31 (2018) zu 4.15 CHF/kg (2019). Die Durchschnittspreise gingen bei allen Produktegruppen zurück. Unterschiedlich entwickelten sich die Verkaufsmengen. So wurden beispielsweise 2019 mehr Beeren, Kern- und Steinobst eingekauft als 2018, jedoch weniger Bananen, andere exotische Früchte und Trauben.

Bio-Segment legt weiter zu

Sowohl bei Bio-Früchten als auch bei Bio-Gemüse wurde gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus erzielt. Mit +3,9 % bei Früchten und +5,4 % bei Gemüse war der Anstieg jedoch weniger ausgeprägt als der Anstieg von 2017 zu 2018. Die Bio-Umsatzsteigerungen 2019 sind hauptsächlich mengengeprägt: Während die Bio-Mengen im Gemüse- und im Früchtebereich gegenüber dem Vorjahr anstiegen, sind die durchschnittlichen Preise etwas gesunken. Der Mengenanstieg sorgte dafür, dass im Jahr 2019 15,1 % der Gemüse und 13,1 % der Früchte Bio-Qualität hatten