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SIG Combibloc leidet im ersten Quartal unter negativen Währungseffekten

Der Verpackungsspezialist SIG Combibloc ist mit seinem Umsatzwachstum im ersten Quartal 2020 zufrieden, wie CEO Rolf Stangl am Dienstagmorgen an einer Telefonkonferenz mit Investoren sagte. Beachte man die gegenwärtigen Umstände der Corona-Pandemie, so habe man ein starkes Zahlenset abgeliefert.

von awp

Alle Fabriken hätten ohne Unterbrechung geliefert und seien auch weiterhin beständig in Betrieb, führte Stangl aus. Dies sei unter anderem möglich gewesen, da man schon früh rigorose Vorsichtsmassnahmen ergriffen habe. Man habe etwa mit deutlich strengeren Hygienevorschriften in den Werken gearbeitet. Letztlich sei es so gelungen, in allen Regionen ein Umsatzwachstum zu erzielen.

Negative Währungseffekte

Doch litt der Hersteller von Verpackungen und Abfüllmaschinen für Lebensmittel und Getränke unter negativen Währungseffekten wie der Finanzchef des Unternehmens, Samuel Sigrist, an der Telefonkonferenz ergänzte. So spürte das Unternehmen in der Region Americas etwa die Abwertung des brasilianischen Reals oder des mexikanischen Pesos gegenüber dem US-Dollar. Beim thailändischen Baht kam es gegenüber dem Euro zu einem Wertverlust.

Man habe sich gegen diese Währungsrisiken zwar abgesichert, doch habe sei es nicht möglich gewesen, die negativen Effekte gänzlich zu eliminieren, führte der Finanzchef aus. SIG Combibloc ist im ersten Quartal daher unter dem Strich vor allem währungsbedingt in die Verlustzone gerutscht.

Guidance bestätigt trotz tiefer Visibilität

Mit Blick nach vorne bestätigt das Unternehmen seine aktuelle Guidance, obwohl das zweite Quartal schwächer ausfallen dürfte als das erste. «Trotz eines Mangels an Visibilität bleiben wir zuversichtlich, was unsere Fähigkeit angelangt, Wachstum zu generieren», sagte Sigrist.

SIG Combibloc erwartet, dass der Umsatz 2020 währungsbereinigt am unteren Ende einer Bandbreite von 6 bis 8 Prozent wachsen und die EBITDA-Marge am unteren Ende der Spanne zwischen 27 und 28 Prozent liegen wird. Dies, unter der Annahme einer Normalisierung des Konsums im zweiten Semester sowie vorbehaltlich von Währungsschwankungen, wie der Finanzchef betonte.