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Fleischlos durch die Krise

Beim Convenience-Hersteller Hilcona brummt wegen der Coronapandemie das Geschäft mit den vegetarischen und veganen Produkten.

von mos

Zuerst in der Gastronomie lanciert, seit ein paar Wochen auch bei Coop erhältlich: Hilconas Green Mountain Burger. (Bild zvg)

Zwar war wegen des Lockdowns auch bei Hilcona der Gastrokanal zum Erliegen gekommen, der Detailhandel – mit 80 Prozent das Hauptgeschäft – hingegen floriert. «Seit der Pandemie sehen wir Umsatzsteigerungen von gut 50 Prozent bei vegetarischen und veganen Produkten», sagte Hilcona-CEO Martin Henck der «Handelszeitung». Im Vorjahr betrug das Wachstum noch 15 Prozent. Die zum Fleischverarbeiter Bell gehörende Hilcona hat rund 100 vegane und vegetarische Produkte im Angebot.

Auch der Ende März bei Coop lancierte Pflanzenburger «Green Mountain Burger» habe die Erwartungen übertroffen, so Henck weiter. Wegen der Pandemie würden die Konsumentinnen und Konsumenten mehr auf Gesundheit und Ernährung achten, «das spielt uns in die Hände». Auch würden die Leute mehr zu Hause kochen, so Henck in der «Handelszeitung».

Auch bei der Migros habe die Nachfrage nach vegetarischen Produkten während des Lockdowns zugenommen, da diese Produkte meist zuhause konsumiert würden, sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung. Auch bei Coop ist die Nachfrage nach pflanzenbasierten Produkten im Zuge der allgemeinen Mehrverkäufe gestiegen. Besonders beliebt seien neben dem Hilcona-Burger die Produkte von Planted. Das Zürcher Start-up produziert mittels Extrusion aus Erbsenprotein ein Pouletfleischimitat.