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Szenarien für den Handel nach dem Lockdown

Wegen Corona könnte der Online-Foodhandel dieses Jahr um 44 Prozent zulegen, der stationäre Lebensmittelhandel um 12 Prozent. Das ist eines der Szenarien des Verbandes Schweizer Versandhandel für die Zeit nach dem Lockdown.

von pd/mos

Realer Verlust (stationär) bzw. Wachstum (online) im L-/T-Szenario. (Grafik VSV)

Die Läden gehen wieder auf, aber kann der stationäre Handel die coronabedingten Verluste heuer noch wettmachen? Oder bleibt der Onlinehandel der grosse Gewinner? Der Verband des Schweizer Versandhandels (VSV) hat dazu vier Szenarien entworfen und untersucht, die er im Detail auf seine Website veröffentlicht hat.

Die vier Szenarien sind:

  • V-Szenario: schnelle Erholung nach dem Shut down
  • U-Szenario: verzögerte schnelle Erholung mit Verharren auf tiefem Niveau
  • L-Szenario stationär: kontinuierliche, aber eher langsame Erholung (der Onlinehandel verläuft gegenläufig, T-Szenario)
  • W-Szenario stationär: zweite Corona Welle im Herbst  (der Onlinehandel verläuft gegenläufig, M-Szenario)

Der Verband stuft dabei das L-Szenario am realistischsten ein. Gemäss diesem Szenario würde der Non-Food-Onlinehandel im Jahresschnitt um 30 Prozent zulegen. Umgekehrt büsst der stationäre Non-Food-Handel insgesamt 20% ein, die stationären Non-Food-Einkäufe im Ausland (Einkaufstourismus) gehen laut Szenario um 45 Prozent zurück.

Anders sieht es laut diesem Szenario bei den Lebensmitteln aus: Das stationäre Food-Geschäft dürfte um 12 Prozent zulegen, der Online-Lebensmittelhandel sogar um 44 Prozent, während der Lebensmittel-Einkaufstourismus um fast 44 Prozent zurückgeht.