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Weinwirtschaft erfreut über Bundeshilfe

Der Schweizer Weinbauernverband begrüsst es, dass der Bund der gebeutelten Branche mit 10 Millionen unter die Armee greift. Gefordert seien aber auch die Konsumenten und die Restaurants, sagen die Winzer.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Mit insgesamt 10 Millionen Franken unterstützt der Bund die Deklassierung von Schweizer AOC-Weinen zu Tafelweinen. Damit sollen die Lager abgebaut werden, die wegen der coronabedingten Schliessung der Gastronomie übervoll sind. Der Schweizer Weinbauernverband begrüsst dies als ersten Schritt in die richtige Richtung, wie er am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb.
Die finanzielle Unterstützung der Deklassierung ermögliche es dem Schweizer Wein, sich auch auf dem Tafelweinmarkt zu positionieren, der bisher vom ausländischen Wein beherrscht wurde. Längerfristig könnte dies dazu führen, dass etwa auch in Fonduemischungen Schweizer Wein eingesetzt würde, heisst es in der Mitteilung.
Die Weinbauern fordern in der Mitteilung mehr Fördermittel für die Aufwertung der Schweizer Weine und die Einführung einer «Klimareserve». Damit könnten die Ernten von einem Jahr zum nächsten besser ausgeglichen werden und es könne effizienter auf die Nachfrage reagiert werden.
Ausserdem, so finden die Weinbauern, erwarte die Weinbranche seitens der Bevölkerung, der Gastronomie sowie des Handels auch ein Engagement zugunsten des Schweizer Weins. Der BSRW und der SWBV haben dem Bundesrat am 3. April 2020 verschiedene Unterstützungsvorschläge für die Weinwirtschaft unterbreitet, eine Antwort steht aber noch aus.