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Richtpreis für Molkereimilch bleibt unverändert

Der Vorstand der Branchenorganisation Milch belässt den Richtpreis für Molkereimilch des A-Segments für die drei Monate Juli bis September 2020 bei 71 Rp./kg franko Rampe.

von pd/mos

Die BO Milch hat entschieden den Richtpreis für Molkereimilch von Juli bis September 2020 unverändert bleibt. (Bild lid)

Das hat der Vorstand der BO Milch an einer Sitzung vom 20. Mai entschieden. Der Richtpreis enthält auch die 4,5 Rp. Zulage für Verkehrsmilch, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Der Vorstand hat sich auch mit der leichten Unterversorgung mit Butter in der Schweiz beschäftigt. Um die inländische Produktion mit der Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, will der Vorstand Instrumente überprüfen. Noch vor den Sommerferien soll eine neu gewählte Arbeitsgruppe erste Vorschläge erarbeiten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die BO Milch hatte Ende April den Antrag gestellt, ab dem 1. Juni 1000 Tonnen Butter zu importieren, am 19. Mai hat das Bundesamt für Landwirtschaft den Antrag genehmigt.

Segmentierungssystem weiterentwickeln

Der Vorstand hat sich auch mit dem von den Eidgenössischen Räten in diesem Frühjahr eingereichten Vorstoss für mehr «Verlässlichkeit des Standardvertrags der Branchenorganisation Milch» auseinandergesetzt. Der Standardvertrag regelt Details zum Richtpreissystem
und zur Segmentierung im Milchmarkt und hat vom Bundesrat bis Ende 2021 die Allgemeinverbindlichkeit erhalten. Im Vorstoss wird der Bundesrat aufgefordert, bei der BO Milch darauf hinzuwirken, dass in den Standardvertrag weitere Elemente aufgenommen werden.

Die BO Milch nehme dieses Begehren ernst, heisst es in der Mitteilung. Deshalb habe der Vorstand beschlossen, in den kommenden Monaten die Weiterentwicklung des Segmentierungssystems anzugehen, damit anschliessend entsprechende Beschlüsse von den zuständigen Gremien gefasst werden könnten.