Datum:

Soja Netzwerk zieht positive Bilanz

Die Massnahmen des Soja Netzwerkes haben positive Wirkungen auf den Anbau in Südamerika. Diese Bilanz zieht die Organisation nach zehn Jahren Bestehen.

Die Nachhaltigkeitsstandards Pro Terra und Round Table of Responsible Soy RTRS wirken sich auf die Soja-Produktion in Brasilien positiv aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag des Soja Netzwerks Schweiz. Mit der Studie zieht das Netzwerk, das seit zehn Jahren besteht, eine Art Zwischenbilanz. Die Standards garantieren, dass Schweizer Soja-Importe aus abholzungsfreien Gebieten stammen und dass problematische Arbeitsbedingungen oder Konflikte mit lokalen Gemeinschaften ausgeschlossen werden können, schreibt das Soja Netzwerk Schweiz in einer Mitteilung. Verbesserungspotenzial gebe es für zertifizierte Betriebe in den Bereichen Biodiversität und Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes.

Die Studie zeige, dass die Schweiz trotz kleinem Marktanteil Einfluss auf die internationale Lieferkette nehmen könne, heisst es weiter. Brasilianische Produzenten und Händler wie ADM, Amaggi oder Bunge hätten sich auf die Nachfrage aus der Schweiz eingestellt und böten zertifizierte und gentechfreie Soja an.

Die Studienautoren von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL empfehlen dem Netzwerk, die Nachhaltigkeitsstandards weiterzuentwickeln und die Erfahrungen im Organisieren der Branche mit Akteuren in anderen europäischen Ländern zu teilen. So könne sich nahhaltig zertifizierte Futtersoja stärker durchsetzen.