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Malaysia plant Klage gegen die EU vor der WTO

Anfangs Juli hat Malaysia seine Absicht bekanntgegeben, gegen die EU vor der Welthandelsorganisation (WTO) zu klagen. Dies, weil der geplante EU-Importstopp von Palmöl für Biodiesel diskriminierend sei.

von lid

Palmöl ist und bleibt umstritten. (Symbolbild lid)

Malaysia ist nach Indonesien der zweitgrösste Produzent von Palmöl. Die beiden Länder produzierten laut der Stiftung «Brot für alle» im Jahr 2017 rund 85 % der weltweiten Palmölmenge. Die wirtschaftliche Abhängigkeit ist entsprechend stark mit dem Export von Palmöl gekoppelt.

Im Juni 2018 hat das EU-Parlament entschieden, dass Palmöl und Soja ab 2030 nicht mehr für die Produktion von Biodiesel importiert werden darf. Biodiversitätsreiche Regenwald- und Torfgebiete sollen so geschützt werden.

Der Industrieminister Malaysias Khairuddin Razali will sich gegen diesen Importstopp wehren, schreibt La France Agricole. Am 1. Juli 2020 gab er bekannt, die EU-Kommission wegen Diskriminierung verklagen zu wollen. Damit würde er es der indonesischen Regierung gleichtun, welche schon im Dezember 2019 ihre Klage bei der WTO eingereicht hat.