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Lockdown schlägt auf Danones Wassergeschäft

Der Lebensmittelkonzern Danone hat im ersten Halbjahr 2020 wegen Corona weniger Umsatz gemacht. Das Wassergeschäft litt unter dem globalen Lockdown.

von pd/mos

Mit 12,2 Milliarden hat der französische Lebensmittelkonzern Danone im ersten Halbjahr 2020 mit -1,1 Prozent leicht weniger Umsatz gemacht als in der Vorjahresperiode (12,65 Milliarden). Während das Geschäft mit Milchprodukten und pflanzenbasierten Lebensmitteln (+3,1%) und Diätnahrung (+2,7%) trotz Corona zulegten, sorgte der weltweite Lockdown dafür, dass die Umsätze im Wassergeschäft um 19,1 % einbrachen, wie Danone in einer Mitteilung zu seinen Halbjahreszahlen schreibt. Das Ausserhausgeschäft mit Wasser, das rund 45 Prozent zum Wassergeschäft beiträgt, sei um 50 Prozent eingebrochen.

Laut foodnavigator.com rechnet Danone-CEO Emmanuel Faber damit, dass die Coronapandemie zu einer Polarisierung im Lebensmittelmarkt führen werde. Ein Teil der Konsumenten werde nach gesünderen und qualitativ hochwertigeren Lebensmitteln verlangen, ein anderer Teil werde aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sein, vermehrt günstiger einzukaufen. «Die Mittelschicht wird verschwinden», so Faber. Man prüfe nun, was dieser Wandel für das Geschäft von Danone bedeute.