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EU-Milchmarkt: Preise haben sich stabilisiert

Die EU-Notierungen für Standard-Milchprodukte haben sich nach dem deutlichen Taucher wegen der Coronapandemie wieder gefestigt. Bei Butter gehen die Preise seit Mai spürbar nach oben.

von aiz.info/mos

Bei Butter ziehen die Preise seit Mai wieder an. (Symbolbild Pixabay)

Die Milchpulver-Kurse bewegen sich seit Wochen in einem geringen Schwankungsbereich. Das Vorjahresniveau wird in einigen Produktkategorien noch verfehlt. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor, wie der österreichische Landwirtschaftsinformationsdienst aiz.info schreibt.

Die Notierung für Butter lag am 2. August 2020 im EU-Mittel bei 342 Euro/100 kg. Gegenüber dem Schnitt der letzten vier Wochen ergibt sich ein Plus von 2,5%, die Vorjahreslinie wird aber immer noch um 5% unterschritten. Bei Butter haben die Preise Mitte Mai mit 281 Euro den tiefsten Wert des Jahres verzeichnet, seither tendierten sie wieder nach oben.

Magermilchpulver relativ stabil

Magermilchpulver notierte am 2. August bei 213 Euro/100 kg, das sind 2 Prozent mehr als das Vorjahresnivau. Die Magermilchpulver-Kurse waren im Zuge der Corona-Krise regelrecht abgestürzt. Anfang März 2020 lag die Notierung noch bei 254 Euro/100 kg, dann sackte sie bis Mitte April auf 191 Euro ab und erreichte damit den bisherigen Tiefstwert des Jahres. Seit Anfang Juni bewegen sich die Preise laut aiz.info zwischen 209 und 217 Euro.

Die Notierung für Vollmilchpulver lag Anfang August im Mittel bei 277 Euro/100 kg, das sind 0,8% mehr als der Vierwochen-Schnitt, aber 5 Prozent weniger als die Vorjahreslinie. Bei Vollmilchpulver hatte die negative Preistendenz bereits Anfang Februar eingesetzt und bis Ende April angehalten, der Rückgang fiel aber nicht so heftig aus wie bei Magermilchpulver. Seit Anfang Mai tendieren die Kurse mit Unterbrechungen wieder leicht nach oben.