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Studie erfasst Schadstoffe in Böden und Sedimenten

Forschende der Agroscope, ETH und Eawag haben eine Studie veröffentlicht, in der sie einen methodischen Ansatz für die Früherkennung von organischen Schadstoffen in Böden und Sedimenten entwickelt haben.

von lid

(Bild: zVg)

Die Forschungsanstalt Agroscope, das Wasserforschungsinstitut Eawag und die Eidgenössische Technische Hochschule ETH konnten Rückstände von organischen Schadstoffen in Böden und Sedimenten nachweisen. Mit dabei waren auch einige Substanzen, die mit der Studie zum ersten Mal detektiert worden sind, schreibt die Agrarforschung Schweiz in einem Beitrag.

Nur wenige Chemikalien aus Haushalt und Industrie werden systematisch erfasst, wenn sie in die Umwelt gelangen. Die Studie möchte einen methodischen Ansatz bieten, mit dem die wichtige systematische Erfassung dieser Stoffe gemacht werden kann; denn die Vielfalt von organischen Stoffen nimmt zu, heisst es weiter.

In einem ersten Schritt wurden rund 9000 Chemikalien und ihre Substanzen in einer Datenbank aufgenommen. Es handelt sich um solche, die in der Schweizer Industrie und Haushalten verwendet werden.

500 organische Stoffe erwiesen sich nach Modellrechnungen als langlebig und potentiell in Böden und Sedimenten detektierbar. Davon wurde effektiv die Präsenz von 96 bestätigt, wovon 34 sowohl in Böden, als auch in Sedimenten vorkommen.

Erstmalig identifiziert wurden zum Beispiel das Tierarzneimittel Niclofolan, das Desinfektionsmittel Cloflucarban oder auch das Fungizid Mandipropamid. Daneben sind bereits bekannte Substanzen aus Industrie und Landwirtschaft detektiert worden.

Diese Methodik könne als Basis für weitere Monitoring-Studien dienen, heisst es weiter.