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Rügenwalder wächst dank Fleischalternativen

Der deutsche Lebensmittelhersteller Rügenwalder Mühle hat im ersten Halbjahr erstmals mehr Umsatz mit Fleischalternativen erzielt als mit Fleisch. Ab Herbst wird testweise deutsches Soja verarbeitet.

von pd/mos

Mit Fleischalternativen wie dem «Veggie Schinken Spicker» ist Rügenwalder auf Wachstumskurs. (Bild zvg)

2019 war mit einer Umsatzsteigerung von 14,7 Prozent das bisher beste Geschäftsjahr des Lebensmittelhersteller Rügenwalder Mühle. Und auch im 1. Halbjahr 2020 wächst Rügenwalder weiter. Nach Unternehmensangaben legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent auf 14’600 t zu. Der Umsatz kletterte sogar um 23,5 Prozent auf 112 Mio. Euro, wie lebensmittelzeitung.net berichtet.

Wachstumstreiber sind dabei die Fleischalternativen, die mit einem Anteil von 53 Prozent erstmals mehr Umsatz machten als die traditionellen Fleischprodukte, wie lz.net schreibt. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz mit fleischfreien Produkten um insgesamt 50 Prozent, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst. Besonders gefragt waren Convenienceprodukte, deren Absatz zum Teil um über 300 Prozent zulegte.

Soja aus Deutschland

Die vegetarischen und veganen Produkte will Rügenwalder weiter forcieren. So baut das Unternehmen gemeinsam mit einem Vertragspartner seit diesem Frühling eigenes Soja in Deutschland an. Nach der Ernte im September wird das Soja veredelt und soll in den vegetarischen  und veganen Produkten zum Einsatz kommen. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, will das Unternehmen ab 2021 zehn Produkt seines Gesamtbedarfs mit einheimischem Soja decken. Ausserdem wird die Firma dieses Jahr ihre Produktionskapazitäten erweitern, um die gestiegene Nachfrage nach vegetarischen Produkten zu befrieden. Dafür hat das Unternehmen laut Mitteilung die Zahl an Mitarbeitenden seit Jahresbeginn um 11 Prozent aufgestockt.