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Verlässlichkeit von Lieferketten wird neues Zuschlagskriterium

Der Ständerat will die Sicherheit und Verlässlichkeit von Lieferketten neu als Zuschlagskriterium für Beschaffungen von öffentlichen Unternehmen des Bundes aufnehmen.

von sda

Die Dachser-Flotte. (Bild: zvg)

Der Bundesrat will im Rahmen seiner Eignergespräche darauf hinwirken. In Zeiten unsicherer internationaler Verbindungen seien Sicherheit und Verlässlichkeit von Lieferketten eine zentrales Kriterium, begründete Motionär Benedikt Würth (CVP/SG) seinen Vorstoss. So könnten insbesondere kritische Auslandsabhängigkeiten abgemildert werden.

Die Motion sei kein Verstoss gegen internationale Verpflichtungen. Die Schweiz müsse in Verhandlungen den entsprechenden Spielraum ausschöpfen und die Sicherheit explizit berücksichtigen. Schliesslich sei das Submissionsvolumen von Bundesbetrieben wie der Swisscom, der SBB oder Skyguide milliardenschwer.

Der Bundesrat will das Thema im Rahmen seiner Eignergespräche mit den Unternehmen ansprechen und auf dessen Bedeutung aufmerksam machen. In der Corona-Krise sei die Bedeutung von sicheren Lieferketten sichtbar geworden, erklärte Finanzminister Ueli Maurer.

Der Ständerat hiess die Motion stillschweigend gut. Sie geht nun an den Nationalrat.