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Zwei Drittel des Wildes stammen aus dem Ausland

Im Herbst beginnt die Wildzeit. Der Inlandanteil liegt beim Wild bei rund einem Drittel mit leicht steigender Tendenz.

In der Schweiz werden Damhirsche, Rothirsche und Sikahirsche gehalten. (Bild lid)

Mit dem Herbst beginnt die Wildzeit. Das zeigt sich deutlich an den Zahlen. Während in den ersten 8 Monaten des Jahres Wild im Fleischmarkt nur eine marginale Rolle spielt, legen die Verkäufe im September jeweils deutlich zu. Woher stammt das Fleisch? Aus Schweizer Wäldern nicht. Denn Fleisch aus der Jagd wird praktisch nur über die Gastronomie oder privat abgesetzt. Und auch wenn die Hirschhaltung in der Schweiz in den letzten 10 Jahren zugelegt hat, so bleibt der Inland-Anteil am Konsum noch immer klein. Allerdings mit steigender Tendenz, so wurde letztes Jahr ein Wert von 34 Prozent Inland-Anteil erreicht. 2009 hatte dieser erst bei gut 25 Prozent gelegen.
Halte- und Baubewilligung
Gründe, wieso der Anteil des Schweizer Fleischs tief ist, gibt es einige. So ist das Fleisch für den Detailhandel oft zu teuer, es kann preislich nicht mit ausländischer Ware konkurrieren. Zudem gibt es für Landwirtinnen und Landwirte einige administrative Hürden, wenn sie auf Hirsche setzen wollen. So gelten Hirsche einerseits zwar schon seit Beginn der 1990er-Jahre als landwirtschaftliche Nutztiere. Sie sind jedoch auch Wildtiere. Deshalb werden zur Haltung eine fachspezifische Ausbildung sowie eine Wildtierhaltebewilligung benötigt. Hinzu kommt die Raumplanung: Hirsche müssen in Gehegen gehalten werden, deren Zäune mindestens 2 Meter hoch sein müssen. Dafür wird eine Baubewilligung benötigt, was viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Seit kurzem erhalten die Hirschhalter Tierwohlbeiträge für Regelmässigen Auslauf im Freien (RAUS).
 

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