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253 Millionen Eier werden in der Schweiz verschwendet

Anlässlich des heutigen Welt-Ei-Tags macht Too Good To Go auf die Verschwendung von Eiern aufmerksam. In Privathaushalten landen Eier mit abgelaufenem Datum oft im Müll - obwohl sie noch gut wären.

von mos/lid

(Symbolbild Pixabay)

Laut einer Studie von Foodwaste.ch sollen hierzulande letztes Jahr 16 Prozent aller Eier verschwendet worden sein, das sind rund 253 Millionen Eier. Über die gesamte Lebensmittelkette hinweg seien das fast 30 Eier pro Person und Jahr, schreibt Too good to go in einer Mitteilung vom Freitag. Ein guter Teil davon werde in den Schweizer Haushalten verschwendet, weil die Eier gleich nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt würden.

Das Unternehmen, das mit der gleichnamigen App gegen Lebensmittelverschwendung kämpft, ruft deshalb anlässlich des Welt-Ei-Tags vom 9. Oktober die Konsumenten dazu auf, die Haltbarkeit von Eiern mit abgelaufenem Datum mit einem einfachen Test zu prüfen. Dazu kommt das Ei in ein Gefäss mit kaltem Wasser. Sinkt es auf den Boden, ist es gut. Ein Ei, das bald gegessen werden muss, steht aufrecht am Boden der Schüssel. Ein schlechtes Ei schwimmt an der Oberfläche.

Ausserdem soll man Eier am besten im Kühlschrank lagern, rät Edith Nüssli, Leiterin Geschäftsstelle von GalloSuisse, der Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten, in der Mitteilung. «Im Kühlschrank korrekt aufbewahrt, kann man die Eier problemlos eine Woche über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus noch konsumieren – wenn sie zum Kochen und Backen verwendet werden sogar noch länger.»

Proteinreicher Powerfood

Das Ei bildet mit einer biologischen Wertigkeit von 100 die Referenz für alle anderen Lebensmittel. Kein anderes Lebensmittel erreiche diesen Wert, heisst es in einer Mitteilung der Schweizer Eierproduzenten GalloSuisse anlässlich des Welt-Ei-Tages am 9. Oktober 2020. Die biologische Wertigkeit zeigt, wie gut der Körper das enthaltene Protein umwandeln und nutzen kann.

Der hohe Wert des Eis hat auch einen Vorteil bezüglich der Umwelt: Je höher die biologische Wertigkeit, desto weniger Protein muss gegessen werden, um eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen.

Auch bezüglich Ressourceneffizienz schneiden Eier laut GalloSuisse gut ab: Die heutigen Hennen legen fast täglich ein Ei und fressen pro Tag nur rund 120 Gramm Futter. Zudem kann das Fleisch der Henne am Schluss gegessen werden, zum Beispiel als Suppe.