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Tönnies will in Grossbritannien investieren

Für Tönnies ist Grossbritannien ein Wachstumsmarkt. Jetzt will das deutsche Fleischunternehmen 25 Millionen Euro in die britischen Standorte investieren.

von pd/hps

(Bild: zVg Tönnies)

Mit der Investition werde die Internationalisierungsstrategie fortgesetzt, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Tönnies-Tochter CPC Meats sei bereits heute Marktführer für Bacon in Grossbritannien. Das Unternehmen produziert für den britischen Markt an drei Standorten in Suffolk, Coventry und Malton. In diesem Jahr werde das Unternehmen auf der Insel erstmalig einen Umsatz von 500 Mio Euro (538 Mio. Schweizer Franken) überschreiten. Der Fleischverzehr in Grossbritannien ist gemäss Tönnies vergleichbar mit dem deutschen Markt, gleichzeitig sei dort das Preisniveau jedoch erheblich niedriger.

«Der britische Markt ist für uns ein Wachstumsmarkt. Dort wollen wir mit unserem Qualitätsfleisch die wachsende Verbrauchernachfrage bedienen», begründete Tönnies-Geschäftsführer Frank Duffe in der Mitteilung das Investment. Aufgrund der weiter steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Wurstprodukten werde nun in weitere Produktionseinrichtungen investiert, wobei auch der Markt für Fleisch aus Freilandhaltung in einem besonderen Fokus stehe.

Tönnies habe sich laut Mitteilung bereits vor zwei Jahren auf den Brexit vorbereitet und durch den Kauf von C&K Meats die Eigenproduktion in Grossbritannien gestärkt. Die britischen Verbraucher würden mehr und mehr auf regionale Produkte setzen, die CPC Meats unabhängig von Importzulassungen und möglichen Einfuhrzöllen vor Ort produziere.

Der britische Weg zur Förderung der heimischen Landwirtschaft und Veredlung von Lebensmitteln finde – bis auf wenige Ausnahmen – auch in anderen Teilen Europas statt. Spanien, Dänemark und Frankreich stärkten ebenfalls ihre landwirtschaftliche Produktion, wie Tönnies weiter schreibt. Ziel sei es, dort gegen den internationalen Wettbewerb die eigenen ländlichen Strukturen zu erhalten und damit den Verbrauchern günstige Lebensmittelpreise zu ermöglichen.