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Lösung beim «Gefrierpunkt» vereinbart

Beim Kriterium «Gefrierpunkt» der Milchprüfung wird neu ein Adaptionswert eingeführt, welcher monatlich aufgrund einer statistischen Auswertung sämtlicher Messergebnisse berechnet wird. Damit soll es zu weniger Beanstandungen kommen.

von lid

(Symbolbild Pixabay)

Dies erlaube es, bei der Qualitätsbezahlung der Milch die naturbedingten Schwankungen des Gefrierpunktes zu berücksichtigen und nur dort zu beanstanden, wo mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Wässerung der Milch vorliegt, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Schweizer Milchproduzenten (SMP), der Käservereinigung Fromarte und der Vereinigung der Schweizerischen Milchindustrie (VMI).

In Zukunft wird monatlich auf statistischer Basis ein Adaptionswert basierend auf allen Ergebnissen der Milchprüfung in der Schweiz ermittelt. Der monatlich berechnete Adaptionswert wird über dbmilch.ch an die Milchproduzenten, Milchkäufer, Sammelstellen und gegebenenfalls an weitere berechtigte Stellen kommuniziert. Dieser Gefrierpunkt-Adaptionswert wird auf dbmilch.ch erstmals für den Monat November und jeweils nach Monatsabschluss der Milchprüfung ergänzend zu den analytisch ermittelten Gefrierpunktergebnissen angegeben.

Damit können Milchpreiskorrekturen aufgrund von unerklärbaren Gefrierpunktmessungen eliminiert werden. Das von Fromarte, VMI und SMP gemeinsam vereinbarte System soll zu weniger Beanstandungen führen.

Seit Ende 2019 gibt es beim Kriterium «Gefrierpunkt» viele deutlich höhere Ergebnisse im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Das führte zu wesentlich mehr Beanstandungen mit Milchpreisabzügen, Milchmengenkorrekturen oder Nicht-Gewährung des Zuschlags für gute Milchqualität.

Die Umsetzung erfolgt ab 1. November 2020 und wird bis spätestens Ende 2020 regional angepasst. Die bestehenden Milchkaufverträge bleiben in Kraft.