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Valora schreibt im dritten Quartal einen operativen Gewinn

Valora hat sich im dritten Quartal wieder etwas vom Einbruch im ersten Semester erholt. Dank einer Umsatzerholung und Mietnachlässen kehrte der Detailhändler wieder in die Gewinnzone zurück.

von sda/hps

Die avec box im Zürcher HB. (Bild: zVg)

Seit der schrittweisen Aufhebung des coronabedingten Lockdowns ab Ende April 2020 hat sich der Umsatz der Valora-Gruppe kontinuierlich positiv entwickelt. Im dritten Quartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zwar immer noch um 13 Prozent zurück, im Halbjahr lagen die Einbussen aber noch bei 18 Prozent, schreibt Valora in einer Mitteilung.

Weiterhin stärker litt im dritten Jahresviertel der Food-Bereich, zu dem unter anderem die Filialen von Brezelkönig oder Backwerk gehören. Dort brachen die Umsätze abermals um 24 Prozent ein. Der Bereich Retail mit dem Zeitungs- und Tabakgeschäft hielt sich mit einem Rückgang von 10,5 Prozent etwas besser.

«Wir sind überzeugt, dass wir unser Geschäft dank der guten Marktpositionierung, der nachhaltigen Kostensenkungsmassnahmen und der diversen Investitionen in die Zukunft langfristig attraktiv halten werden». Mit diesen Worten wird Valora-CEO Michael Müller in der Medienmitteilung zitiert. Für die Bewältigung der Coronakrise sei man aussedem gut aufgestellt. Die Krise fordere jedoch die Mitarbeitenden und die Betreiberpartner stark, so Müller weiter.

Der Ausser-Haus-Konsum an Hochfrequenzstandorten werde sich erholen und der Foodvenience-Markt auch zukünftig attraktiv bleiben. Davon gibt sich das Unternehmen überzeugt und investiert deshalb weiterhin. Der Hauptfokus der Investitionen liegt derzeit zum einen auf der Umwandlung der durch die SBB-Ausschreibung gesicherten Verkaufsstellen in Avec Convenience Stores und in modernisierte K Kiosk Verkaufsstellen mit erweitertem Food-Angebot. Zum anderen forciert Valora die Entwicklung neuer digitaler Convenience-Lösungen.

Positiver EBIT

Im dritten Quartal resultierte ein operativer Gewinn von 8,5 Millionen Franken. Damit kehrte Valora nach einem Verlust zum Halbjahr wieder in die Gewinnzone zurück. Neben der Umsatzerholung und den Kostensenkungen sei auch die Verbuchung von Mieterlässen für den Umschwung verantwortlich, hiess es.

Für das gesamte Jahr 2020 stellt das Unternehmen denn auch einen Betriebsgewinn von 10 bis 15 Millionen Franken in Aussicht, trotz der anhaltend hohen Coronafallzahlen und der sich verschärfenden behördlichen Eindämmungsmassnahmen. Die Krise wird Valora auch im kommenden Jahr weiter begleiten. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 dürften die Umsätze 2021 um 10 bis 15 Prozent tiefer ausfallen, so die Erwartung des Managements.

Valora Gruppe 2020

HJ

Q3

Q3 kum.

in Mio. CHF

Publiziert

Anpassungen*

Restated

Aussenumsatz

1’085.2

1’085.2

595.1

1’680.3

Nettoumsatzerlöse

815.6

815.6

457.3

1’272.9

Bruttogewinn

355.3

355.3

198.1

553.4

– Betriebskosten, netto

-366.2

9.0

-357.2

-189.6

-546.8

Betriebsergebnis (EBIT)

-10.9

9.0

-1.9

8.5

6.6

EBITDA

21.7

9.0

30.7

24.5

55.2

Steuern

8.0

-1.5

6.5

-0.9

5.6

Reingewinn

-15.9

7.5

-8.4

1.9

-6.5

Gewinn pro Aktie (in CHF) -4.0 1.9 -2.1 0.5 -1.6
Eigenkapitalquote

45.0%

+0.3%pkt

45.3%

45.2%

45.2%

Free Cashflow

11.5

11.5

1.5

13.1