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Unilever will 1 Milliarde Euro Umsatz mit «Pflanzenfood» machen

Der Konsumgüterhersteller Unilever setzt auf den wachstumsstarken Markt mit pflanzlichen Fleisch- und Milchalternativen. Und will die Lebensmittelabfälle bis 2025 halbieren.

von pd/mos

Unilever hat den Anbieter von Fleischalternativen «The Vegetarian Butcher» 2018 übernommen. (Bild zvg)

Das Geschäft mit pflanzenbasierte Fleisch- und Milchalternativen brummt. Und Unilever will tüchtig mitverdienen. In den nächsten fünf bis sieben Jahren will der Konzern seinen Umsatz mit solchen Produkten auf jährlich 1 Milliarde Euro steigern, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu will Unilever das Angebot von vegetarischen und veganen Produkten seiner Marken The Vegetarian Butcher, Hellmann’s oder auch Magnum-Glace weiter ausbauen.

Das Umsatzziel ist Teil der am Mittwoch vorgestellten «Future Foods»-Initiative von Unilever. Diese sieht vor, bis 2025 die Lebensmittelabfälle entlang der Wertschöpfungskette von der Fabrik bis ins Regal zu halbieren. Ausserdem will Unilever im Vergleich zu heute bis 2025 doppelt so viele Lebensmittel mit einem verbesserten Ernährungsprofil anbieten, also mit Gemüse, Früchten oder Vitaminen. Ausserdem soll der Kalorien-, Salz- und Zuckergehalt in den Unilever-Produkten weiter gesenkt werden.

«Wir können den Menschen nicht vorschreiben, was sie essen sollen. Aber wir können gesündere und pflanzenbasierte Produkte für alle zugänglich machen», wird Hanneke Faber, Präsidentin von Unilevers Foods & Refreshment Division, in der Mitteilung zitiert. Pflanzenbasierte Alternativen sind ein vielversprechender Wachstumsmarkt. Die jährliche Wachstumsrate beträgt laut Polaris Market Research aktuell jährlich 15,8 Prozent, 2027 dürfte der weltweite Markt 35,4 Milliarden Dollar betragen.