Datum: Branche:

Bio-Mehl wird immer beliebter

Der Umsatz von Bio-Mehl im Schweizer Detailhandel wächst weiterhin stark. Das zeigt der aktuelle Marktbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW).

von pd/mos

Bio-Mehl konnte in den letzten Jahren im Detailhandel zulegen. (Symbolbild Bio Suisse)

Konsumentinnen und Konsumenten haben von November 2019 bis Oktober 2020 für rund 16,7 Millionen Franken Bio-Mehl im Schweizer Detailhandel eingekauft. In diesen 12 Monaten hat der Absatz von Bio-Mehl wertmässig um 5,8 Mio. Franken respektive um 53 Prozent zugelegt. Corona und insbesondere der Lockdown hätten zu diesem Wachstum beigetragen, weil viele Konsumentinnen und Konsumenten Vorräte angelegt und mehr selber gebacken hätten, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in seinem aktuellen Marktbericht Bio. Schon im Vorjahr habe der Absatz von Bio-Mehl im Schweizer Detailhandel aber um 13,2 Prozent zulegen können. Damit könne von einem generellen Wachstumstrend bei Bio-Mehl ausgegangen werden, so das BLW.

Bio-Weissmehl mehr als doppelt so teuer wie konventionelles

Weissmehl und Dinkelmehl sind die umsatzstärksten Bio-Mehlsorten. Umsatzmässig ist der Bio-Anteil deutlich höher als beim Absatz. So wurden zwischen November 2019 und Oktober 2020 im Schweizer Detailhandel 23,3 Prozent des gesamten Mehl-Umsatzes mit Bio-Mehl gemacht. Der Grund: Bio-Mehl ist deutlich teurer als konventionelles Mehlr, Bio-Weissmehl etwas ist mehr als doppelt so teurer wie konventionelles. Über alle Mehlsorten betrachtet, lag der durchschnittliche Verkaufswert pro Kilo Bio-Mehl 85 Prozent höher als jener der konventionellen Sorten.

80 Prozent des Knöpflimehls sind bio

Bei den einzelnen Bio-Mehlsorten gibt es allerdings grosse Unterschiede, wie der Marktbericht zeigt: Mit Abstand den grössten Bio-Anteil von beinahe 80 Prozent verzeichnet das Knöpflimehl. Der Grund dafür ist laut BLW unter anderem auch, dass in einigen Detailhandelskanälen nur noch Bio-Knöpflimehl erhältlich ist. Hingegen liegt der Marktanteil von Bio-Weissmehl bei etwa 4 bis 5 Prozent. Mengenmässig machen die Bio-Weissmehl-Absätze ein Vielfaches der Knöpflimehl-Absatze aus.

Anders sieht es beim Bio-Ruchmehl aus: Dieses konnte im Betrachtungszeitraum der letzten drei Jahre den Bio-Anteil verdoppeln – so macht der Bio-Anteil mittlerweile 18,2 Prozent aus.