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Nutri-Score: EU-Agrarminister sind skeptisch

Frankreich und Deutschland haben die Lebensmittelampel Nutri-Score schon eingeführt. Andere EU-Staaten zeigen sich jedoch ablehnend.

von lid

Deutschland lancierte den Nutri-Score kürzlich mit einer Kampagne. (Bild BMEL)

Die deutsche Agrarministerin Julia Klöckner hatte die Einführung des Nutri-Scores für die EU beim letzten EU-Agrarrat unter deutscher Präsidentschaft vorgeschlagen. Man dürfe nicht nur einzelne Produkte bei der Nährwertkennzeichnung betrachten, warf die italienische Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanovaein, wie aiz.info berichtet. Olivenöl oder Parmaschinken kämen bei der Einzelbetrachtung schlecht weg, seien aber innerhalb einer mediterranen Ernährungsweise gesund. Auch anderen Staaten sprachen sich dafür aus, zumindest traditionelle Spezialitäten vom Nutri-Score auszunehmen. Dänemark und Schweden wollen ihre eigenen Systeme beibehalten.

Anders die Lage bei der vorgeschlagenen Tierwohlkennzeichnung. Gegenüber dieser zeigten sich die Ministerinnen und Minister positiv. Es gibt aber noch unterschiedliche Ansichten, ob eine solche obligatorisch oder freiwillig erfolgen soll. Julia Klöckner spricht sich für eine verpflichtende Kennzeichnung aus.