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Nachhaltigkeit: Schoggihersteller kontern WWF-Studie

Eine Studie des WWF spricht den Schweizer Kakaoimporten eine Mitschuld an der Abholzung von Regenwald zu. Die Schweizer Schoggiproduzenten sprechen von einem «verzerrten» Bild und betonten ihre Nachhaltigkeitsanstrengungen.

Der WWF hat kürzlich eine Studie über importierte Rohstoffe (Soja, Palmöl, Kakao, Holz, Kaffee, Zuckerrohrund Kokosnuss) erstellt. Die Schweizer Nachfrage nach Kakao, Kaffee oder Soja treibe die Abholzung von Regenwald voran, heisst es darin. Die publizierte Kurzfassung der Studie zeichne ein «verzerrtes Bild», weil sie auf die Entwaldung fokussiere, schreibt Chocosuisse, der Verband der Schweizer Schokoladeproduzenten, in einer Mitteilung. Der in der Kurzfassung der Studie gemachte Vergleich des Anteils importierten Kakaos an der weltweiten Kakaoernte (3%) mit dem Anteil der Schweizer Bevölkerung an der Weltbevölkerung (0,1%) sei fragwürdig und ignoriere, dass über 70% der in der Schweiz hergestellten Schokolade exportiert werde, schreibt der Verband. Unerwähnt bleibe auch, dass die grösste Importeurin von Kakao mit einem weltweiten Anteil von über 60% die EU sei.
Bis 2025 80% nachhaltiger Kakao
Chocosuisse hält ausserdem fest, dass sich die Schweizer Schokoladehersteller zusammen mit anderen Partnern zum Ziel gesetzt hätten, dass langfristig nur noch nachhaltig angebauter Kakao in die Schweiz importiert werden dürfe. Bis 2025 soll als Zwischenziel ein Anteil von 80% nachhaltigem Kakao erreicht sein. Schon heute habe die Schweiz im weltweiten Vergleich den höchsten Pro-Kopf-Konsum an Bio-und Fairtrade-Produkten, heisst es weiter. Das werde zwar in der Langfassung der Studie lobend erwähnt, in der Kurzfassung hingegen unterschlagen. Ausserdem moniert Chocosuisse, dass der WWF zwar die «Beteiligung an Multi-Stakeholder-Initiativen (...) wie die Schweizer Kakaoplattform» empfehle, im Gegensatz zu anderen NGOs selber aber nicht Mitglied der Kakaoplattform sei. Diese Plattform wurde von Chocosuisse und den Schweizer Schokoladeherstellern zusammen mit Akteuren des Bundes, des Handels, der Forschung und der Zivilgesellschaft initiiert. Ihr Ziel: Langfristig nur noch nachhaltigen Kakao zu importieren.  

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