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Corona: Deutsche kauften mehr Tiefkühlkost

Wegen der Pandemie haben die Deutschen dieses Jahr deutlich mehr Tiefkühlkost gekauft als im Vorjahr. Vielen Unternehmen vermiesen aber die Ausfälle in der Gastronomie die Bilanz.

von mos

(Symbolbild Pixabay)

Deutsche Supermärkte, Discounter und Lieferdienste verkauften dieses Jahr 7,5 Prozent mehr Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe als im Vorjahr. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) und beruft sich dabei auf die vorläufige Jahresbilanz des Branchenverband Deutsches Tiefkühl-Institut. So gab es mengenmässig zweistellige Zuwachsraten bei Kartoffelprodukten, Gemüse, Fisch und Fertiggerichten. Backwaren legte um neun Prozent zu, wie die DPA berichtet. Die Konsumenten hätten sich vor allem in der ersten Phase der Pandemie mit langhaltbaren Vorräten eingedeckt, heisst es beim Tiefkühl-Institut.

Für viele Unternehmen ist 2020 laut dem Tiefkühl-Institut dennoch kein Grund zur Freude. Mehr als die Hälfte des Geschäfts werde normalerweise im Ausser-Haus-Markt, also in Restaurants, Kantinen und Imbissen gemacht. Hier gebe es «erhebliche Umsatzeinbussen», so der Branchenverband.

Die deutsche Tiefkühlbranche wächst seit Jahren. 2019 verkaufte sie laut Statistik des Tiefkühl-Instituts rund 3,8 Millionen Kilogramm Tiefkühlkost, das sind fast 19 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. 2019 konsumierte jeder Deutsche im Schnitt 46,9 Kilogramm Tiefkühlkost.