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Aryzta verkauft restliche Anteile von Picard

Der Backwarenkonzern verkauft nun auch die restlichen Anteile am französischen Tiefkühlspezialist Picard und stärkt damit seine Bilanz, macht jedoch einen grossen Verlust.

von hps

Vor gut einem Jahr hat Aryzta  angekündigt, den französischen Tiefkühlproduzenten Picard zu verkaufen. Für den Verkauf von 43 Prozent der Aktien, hat der finanziell angeschlagene Backwarenkonzern rund 156 Millionen Euro erhalten. Jetzt habe Aryzta mit Lion Capital und der Invest Group Zouari (IGZ) eine Vereinbarung getroffen, um die verbleibenden 4,64% der Anteile an Picard für 24 Millionen Euro zu verkaufen. Die Transaktion werde voraussichtlich zu Beginn des ersten Quartals 2021 abgeschlossen, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung.

Im März 2015 für einen Anteil von 49 Prozent an Picard 446,5 Millionen Euro hingeblättert. Trotz grossem Verlust begrüsst Urs Jordi, Vorsitzender und Interims-CEO von Aryzta, den Abschluss der Picard-Veräusserung und wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: «Der Vorstand und das Management konzentrieren sich nun voll darauf, die Geschäftsleistung zu stärken und die Kostensenkung um 25% umzusetzen». Der Verkauf ergebe eine Stärkung der Bilanz. Der Aktienkurs von Aryzta ist heute bei Börsenschluss – vor der Ankündigung des Verkaufs von Picard – um 2,93 Prozent auf 0,662 Franken pro Aktie gesunken.