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Kanadas Milchpolitik unter Druck

Die USA wollen Massnahmen anfechten, die Kanada zum Schutz seines Milchmarktes implementiert hat. Und auch aus Neuseeland kommt Kritik am kanadischen System.

von lid

Kanada hält seine Milchgrenzen ziemlich dicht. (Symbolbild Pixabay)

Das Büro des Handelsbeauftragten der USA erklärte zum Ende letzten Jahres, dass es Kanadas Barrieresystem anfechte, das ausländische Produkte davon abhalten soll, den Markt zu überschwemmen. Dies untergräbt nach Ansicht der USA die Anstrengungen von US-Milchfarmern, Produkte nach Kanada zu exportieren. Die beiden Staaten sowie Mexiko können im Rahmen eines letzten Jahres abgeschlossenen Abkommens (USMCA) solche Massnahmen anfechten.

US-Molkereien behaupten, dass die bis zu 85% der Käsequoten, die von kanadischen Beamten für lokale Verarbeiter beiseite gelegt wurden, sie vom Markt ausschliessen würden und gegen das USMCA verstiessen, das derartige Importbeschränkungen verbietet.

Derselben Meinung ist Neuseeland. Neuseeländische Behörden haben letztes Jahr Bedenken gegenüber Kanada geäussert, wie die neuseeländische Fachzeitschrift Farmers Weekly berichtet. Dies aufgrund des kanadischen Vorgehens über die Verwaltung von Milchimportquoten im Rahmen des transpazifischen CPTPP-Abkommens.