Datum: Branche:

Die Konservendose ist in der Coronakrise gefragt

Die Hilcona hat letztes Jahr rund 29 Millionen Konservendosen mit frischem Gemüse produziert. Corona trieb die Nachfrage in die Höhe. Ausserdem gab es die beste «Gemüsesaison aller Zeiten».

von pd/mos

Ein Konservenklassiker: Erbsli. (Bild Hilcona/zvg)

«Zu 100 % ohne Konservierungsstoffe, gut lagerbar, fast ewig haltbar und gerade auch für die schnelle Küche praktisch»: So preist die Convenience-Herstellerin Hilcona die Vorzüge der Gemüse-Konservendose an. Gerade in Zeiten der Pandemie erfreue sich die Konservendose grösster Beliebtheit, heisst es in einer aktuellen Mitteilung der Bell-Tochter Hilcona. 29 Millionen Konservendosen mit frischem Gemüse verliessen letztes Jahr das Werk im liechtensteinischen Schaan. Deutlich mehr als in den letzten Jahren: 2019 waren es 20 Millionen, 2018 23 Millionen.

Zu dem grossen Output hat neben der coronabedingten Mehrproduktion auch «die beste Gemüsesaison aller Zeiten» beigetragen, wie Hilcona-Sprecher Markus Amann auf Nachfrage von foodaktuell.ch erklärte.

In Spitzenzeiten werden am Hilcona-Standort Schaan bis zu 300 Dosen pro Minute befüllt. Keine zehn Stunden vergehen, bis das frisch geerntete Gemüse ohne Zusatzstoffe in den Dosen abgefüllt ist.

500 Landwirte liefern Gemüse

Mittlerweile ist die Hilcona der einzige Hersteller von Konservengemüse in der Schweiz und Liechtenstein. Verarbeitet wird ausschliesslich Liechtensteiner und Schweizer Gemüse: Erbsen, Bohnen, unterschiedliche Karotten, Rotkraut, Randen und Kartoffeln. 500 Bäuerinnen und Bauern produzieren für Hilcona. Eine eigene Beschaffungsorganisation, die Hilcona Agrar, kümmert sich um den Rohstoffnachschub und die Produzenten.

Keine Kühlung nötig

Auch aus ökologischer Sicht spricht laut Hilcona einiges für die Konservendose. Sie komme von der Abfüllung bis zum Verzehr ohne Kühlung aus. Damit sei eine energieaufwendige Kühlkette hinfällig. Ausserdem lasse sich das Dosenblech zu 100 Prozent recyceln. Durch leichtere Weissblechdosen sei es Hilcona schon 2017 gelungen, 30’000 Kilogramm Material einzusparen (und damit um zwölf Prozent weniger CO2 auszustossen), heisst es weiter.