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Swissone gewinnt vor Gericht gegen Toblerone

Toblerone-Herstellerin Mondelez warf dem Schweizer Schoggi-Start-up Swissone Verwechslungsgefahr und Rufausbeutung vor. Das Obergericht des Kantons Bern sieht das anders.

von mos

Swissone gibt es in drei Sorten - und einer Form, die an Toblerone erinnert. (Bilder Cocoa Luxury)

Im August letzten Jahres hat der Berner Unternehmer Vernon Stuber seine Schoggi Swissone lanciert – und sich prompt Ärger mit Toblerone-Produzentin Mondelez eingehandelt. Der Vorwurf von Mondelez: Swissone imitiere die Toblerone bei der Form und dem Namen. Es drohe Verwechslungsgefahr und Rufausbeutung.

Das Obergericht des Kantons Bern hat sich des Falls angenommen und nun im Sinne von Swissone entschieden, wie die Handelszeitung berichtet. Mondelez scheiterte demnach mit ihrem Antrag, den Verkauf der Swissone in der jetzigen Form zu verbieten. Der Entscheid freut laut Handelszeitung Vernon Stuber. «Es freut uns sehr, dass unsere lange und harte Arbeit nicht vergebens war», sagte er der Zeitung. Nicht einverstanden mit der Einschätzung des Gerichts ist Mondelez. Man behalte sich weitere rechtliche Schritte vor, sagte das Unternehmen der Zeitung.

Stuber hofft, dank dem Gerichtsurteil nun mit seiner Swissone durchstarten zu können. Er stehe kurz davor, dass seine Schoggi in den 50 grössten Valora-Kiosken gelistet werde, sagte er der Handelszeitung. Ab Ende Januar soll die Schoggi voraussichtlich auch in allen Globus-Filialen erhältlich sein.