Datum: Branche:

Mit der App zur sicheren Kühlkette

Eine App, entwickelt von BASE («Basel Agency for Sustainable Energy») und der Empa ermöglicht es indischen Kleinbauern, ihre Lebensmittel vor dem Verderb zu schützen.

von pd/hps

(Bild: zVg Empa)

Die Organisation data.org hat heute, 20. Januar, die acht weltweiten Preisträger der mit insgesamt 10 Millionen US-Dollar dotierten «Inclusive Growth and Recovery Challenge» bekanntgegeben. data.org hat sich auf die Fahne geschrieben, die grossen gesellschaftlichen Herausforderungen mittels Computer- und Datenwissenschaft anzugehen.

Unter den Preisträgern ist auch ein Projekt von BASE («Basel Agency for Sustainable Energy») und der Empa, das Kleinbauern in Indien mittels einer mobilen App Zugang zu sicheren Kühlketten ermöglichen will, um mehr Lebensmittel vor dem Verderben zu schützen. 

Das Projekt zielt gemäss einer Mitteilung der Empa darauf ab, den negativen Kreislauf der Armut für Kleinbauern in Indien zu durchbrechen. Gleichzeitig solle die Ernährungssicherheit verbessert, Nahrungsmittelverluste reduziert, die Auswirkungen der Nahrungsmittelproduktion auf das globale Klima minimiert und die Einkommen der Kleinbauern um bis zu 30 Prozent gesteigert werden.

Die Anwendung enthält verschiedene Dateneingaben, darunter Wetter- und Klimadaten, geografische Standortdaten, Erträge von Frischprodukten, Daten von hygrothermischen Kühlhaussensoren, prognostizierte Resthaltbarkeit von Produkten und Echtzeit-Marktpreise. Damit erhielten die Kleinbauern Zugang zu einfach zu nutzenden Informationen, so dass sie optimale Entscheidungen über die Produktion und das Farmmanagement treffen könnten.

Indien ist einer der grössten Lebensmittelproduzenten der Welt, doch 25 bis 35 Prozent der produzierten Lebensmittel verderben aufgrund mangelnder Kühlung und anderer Engpässe in der Lieferkette. Nur etwa sechs Prozent der in Indien produzierten Lebensmittel durchlaufen derzeit eine lückenlose Kühlkette, verglichen mit etwa 60 Prozent in entwickelten Ländern. Das liegt an verschiedenen Hindernissen, die die dortigen Landwirte davon abhalten, die von ihnen produzierten Lebensmittel in Kühlketten «einzuspeisen».