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«BioGemüse Seeland» kontert Vorwürfe der Fenaco

Die Fenaco hat Einsprache gegen zwei Teilprojekte des Projekts zur regionalen Entwicklung (PRE) «Bio Gemüse Seeland» erhoben. Der Verein kontert nun die Vorwürfe von Fenaco.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)

Mit der Einsprache falle der Agrarkonzern Fenaco den Bio-Bauern und den Bio-Gemüseproduzenten in den Rücken, schreibt der Trägerverein PRE BioGemüse Seeland in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Für dieses Projekt sind öffentliche A-fonds-perdu-Beiträge im Umfang von 16,9 Millionen Franken vorgesehen. 9,4 Mio. steuert der Bund bei (Bundesamt für Landwirtschaft). 7,5 Mio. gehen zulasten des Kantons Freiburg. Drei Viertel der Subventionen fliessen in zwei Teilprojekte für Gewerbeneubauten: Je ein Produktionsgebäude der Terraviva AG (11,1 Mio.) und von Seeland Bio (1,7 Mio.).

Die Fenaco hatte in ihrer Einsprache argumentiert, von den zwei Teilprojekten würden in erster Linie zwei führende privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen der nachgelagerten Stufe profitieren und nicht die produzierenden Landwirtinnen und Landwirte. Stimm nicht, schreibt der Verein. Von den gebündelten Vermarktungsleistungen würden die Produzenten profitieren und nicht nachgelagerte Dritt-Unternehmen.

Ausserdem benachteilige das Projekt die Obst- und Gemüsezentrale der Fenaco nicht. Die klare Fokussierung des Projekts auf Bio und die Region Seeland bedeute gerade für den konventionellen Gemüsebau keine Wettbewerbsverzerrung.