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KMU-Exportstimmung hellt sich zu Jahresbeginn deutlich auf

Die Stimmung der exportorientierten Schweizer KMU hat sich zuletzt deutlich aufgehellt. Gemäss der aktuellen Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) zur Exportstimmung rechnen 59 Prozent aller KMU im ersten Halbjahr 2021 mit steigenden Ausfuhren.

von awp/sda

(Symbolbild Pixabay)

Vor einem halben Jahr hatten sich lediglich 41 Prozent der befragten Unternehmen so positiv geäussert. Die von der Standortförderungsorganisation S-GE am Donnerstag publizierte Exportstimmung war seinerzeit auf den tiefsten Stand je gefallen.

Heute rechnen 59 Prozent der KMU mit steigenden Exporten, 27 Prozent mit einer Stagnation und nur 14 Prozent mit sinkenden Ausfuhren. Im Rahmen der Erhebung wurden von Mitte September bis Mitte Dezember rund 200 Unternehmen vor allem aus dem Industriesektor befragt.

Für das gesamte Jahr 2021 sind laut S-GE die Erwartungen noch optimistischer: Insgesamt 72 Prozent der befragten KMU gingen von einer Exportsteigerung aus. Gleichwohl bleibe für sieben von zehn Unternehmen die Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten das dominierende Thema im Jahr 2021.

Auch auf den Arbeitsmarkt dürfte der Optimismus durchschlagen – aber nicht in vollem Ausmass. Laut S-GE wollen 59 Prozent ihren Personalbestand in diesem Jahr auf dem bisherigen Niveau halten. Jedes vierte Unternehmen rechne indes mit einem wachsenden Personalbestand und nur 14 Prozent mit einem tieferen.

Das von der Credit Suisse berechnete Exportbarometer bestätige die positiven Aussichten, hält S-GE fest. Dieses bilde die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten ab. Das Barometer liege mit 2,0 Punkten wieder klar über der Wachstumsschwelle von 1,0.

Deutschland bleibt wichtigster Exportmarkt

Deutschland bleibt der mit Abstand wichtigste Exportmarkt der Schweiz. Dorthin wollen laut der Umfrage 76 Prozent der befragten KMU in den nächsten sechs Monaten Waren oder Dienstleistungen ausführen. Mit 57 bzw. 54 Prozent der Nennungen folgen erneut Österreich und Frankreich auf den nächsten Plätzen. Italien und die USA teilten sich mit 50 Prozent den vierten Platz.