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Lieferdienst: Pizza, Burger und Pommes am beliebtesten

Welches Essen haben sich die Schweizerinnen und Schweizer im Coronajahr 2020 nach Hause liefern lassen? Marktführer Eat.ch hat die Bestellgewohnheiten analysiert.

von pd/mos

Burger liessen sich die Schweizer 2020 besonders gerne nach Hause liefern. (Symbolbild Pixabay)

Shutdown, Restaurants zu, Homeoffice – das Corona-Jahr 2020 hat den Essenslieferdiensten auch in der Schweiz ein Rekordjahr beschert. Beim Lieferdienst Eat.ch hat sich das Bestellvolumen im Lockdown zeitweise verdoppelt bis verdreifacht, wie es in einem aktuellen Bericht von Eat.ch heisst. Das 18-Monate-Ziel habe man bereits in drei Monaten erreicht, heisst es weiter. Ausserdem wollten viele Restaurants ihre Menüs neu über Eat.ch ausliefern. Über 5000 Anfragen habe man erhalten, im Laufe des Jahres seien 1400 neue Restaurantpartner auf die Plattform aufgeschaltet worden.

Top 3: Pizza, Burger, Pommes

Die beliebtesten Gerichte 2020 waren Pizza Margerita, Burger, Pommes frites, Cheeseburger, Pizza Prosciutto, Tacos, Pizza Hawaii, Pizza Prosciutto e Fungi, Tiramisu und Döner Box. Der zweitplatzierte Burger war letztes Jahr noch nicht in den Top 10.

Der Lieferdienst hat das Bestellverhalten in allen 26 Kantonen untersucht und dabei deutliche Unterschiede zwischen der Romandie und der Deutschschweiz festgestellt. So sind in der Romandie Tacos die Renner, sie werden 32 Mal häufiger bestellt als in der Deutschschweiz. Auch Sushi ist in der Romandie beliebter und wird 2,5 Mal so häufig bestellt wie in der Deutschschweiz.

Zu den am schnellsten wachsenden Gerichten gehörte 2020 die individuell belegte Wunschpizza (+378%), aber auch vegane Burger (+65%) und vegane Pizzen (+52%) konnten zulegen.

Mehr Süsses und mehr Alkohol

2020 bestellten die Schweizer zu ihren Gerichten fast doppelt so viel Bier wie im Vorjahr und 70 Prozent mehr Wein, wobei Rotwein gefragter war als Weisswein. Schoggimousse wurde 70 Prozent mehr bestellt, beim Tiramisu – dem mit Abstand beliebtesten Dessert – waren es gar 80 Prozent.

Weltreise auf dem Teller

Im Lockdown wurde nicht nur deutlich mehr bestellt, die Leute hatten auch Lust auf Abwechslung und bestellten internationale Küche. Vielleicht als Ausgleich zu den Fernreisen, die nicht stattfinden konnten? Das am schnellsten gewachsene Gericht im Lockdown war das griechische Fladenbrot Pita (+150%), gefolgt von der japanisch-hawaianischen Bowl (+102%) und der tibetanischen Teigtasche Momo (+63%).

Veränderte Bestellgewohnheiten

Weil das Nachtleben weitgehend ruhte, gingen die nächtlichen Essensbestellungen um 30 Prozent zurück. Dafür nahmen die Bestellungen am Morgen um 160 Prozent zu. Dazu gehörten aber nicht nur Frühstückslieferungen, wie Eat.ch-Chef Dominic Millioud sagt. «Viele berufstätige Eltern, die im Homeoffice mit Kindern gearbeitet haben, organisierten den Tag bereits am Morgen. Es handelt sich hierbei also auch um Vorbestellungen für den Mittag.»

Der stärkste Tag des Jahres 2020 war der 27. Dezember. Nach den Festtagen waren Burger und Pizzen am meisten gefragt. An diesem Tag war das Bestellvolumen insgesamt 45 Prozent grösser als am 1. Mai 2020, dem zweitstärksten Tag des Jahres.