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Migros «rettet» eine viertel Million Lebensmittelportionen

Im vergangenen Jahr hat die Migros-Kundschaft 250'000 «Too Good To Go»-Überraschungspäckli bestellt und damit zahlreiche Lebensmittel aus dem Supermarkt, von Restaurants und Take-aways der Migros vor dem Verderben gerettet.

von pd/mos

(Bild Migros/zvg)

Die Bilanz der vor einem Jahr auf nationaler Stufe lancierten Zusammenarbeit zwischen der Migros und Too Good To Go falle damit durchwegs positiv aus, schreibt die Migros in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die 250’000 «geretteten» Lebensmittelportionen kämen einer Einsparung von 625 Tonnen C02 gleich.

Seit Januar 2020 ermöglichen es die Migros und Too Good To Go, über eine App überschüssige Lebensmittel von Migros-Filialen zu beziehen. Je nachdem, welche Produkte im Regal, in den Restaurants oder Take-aways zurückbleiben, setzt sich der Inhalt der sogenannten Überraschungspäckli unterschiedlich zusammen.

Die Migros geht laut Mitteilung auch mit anderen Massnahmen gegen Foodwaste vor. So nehme sie den Bäuerinnen und Bauern «grosse Mengen» Gemüse und Früchte ab, die nicht den Normen entsprechen. «Die Produkte werden in der eigenen M-Industrie und in den Gastrokanälen zum Beispiel zu Suppen, Saucen, oder Säften verarbeitet. Nicht normkonforme Produkte werden zudem unter der Linie M-Budget in den Filialen angeboten», heisst es in der Mitteilung.

Einen beachtlichen Teil der Produkte, die bald ablaufen, spende die Migros an karitative Organisationen wie Tischlein deck dich, Schweizer Tafel oder Partage. Im Jahr 2019 waren dies knapp sieben Millionen Portionen (2097 Tonnen Lebensmittel).

Die Migros testet ausserdem neue Technologien, die Foodwaste verhindern sollen. So führt sie aktuell Avocados im Sortiment, die mit einer zusätzlichen, pflanzlichen Schicht ummantelt sind. Diese sogenannte «Apeel»-Schicht hilft, dass die Produkte länger frisch bleiben.