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Keine Wartelisten mehr für Bio-Milch

Per 1. Februar 2021 heben die Bio-Milchorganisationen die Wartelisten auf. Damit können 90 neue Bio-Milchproduzenten in den Bio-Kanal liefern. Grund ist die hohe Nachfrage nach Bio-Milchprodukten und insbesondere Butter.  

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)

Im Herbst 2020 hatten die Bio-Milchorganisationen entschieden, aufgrund der unsicheren Marktlage Milchproduzenten, die per 1. Januar 2021 die Knospe erhalten, auf Wartelisten zu setzen. Bis Ende Januar 2021 werden nun alle Wartelisten aufgehoben. Damit können ab 1. Februar rund 90 neue Knospe-Produzentinnen und -Produzenten ihre Milch in den Bio-Kanal liefern.

Grund dafür ist eine weiterhin hohe Nachfrage nach Bio-Milch und insbesondere dem Fettbestandteil, wie Bio Suisse in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten wachse seit Jahren und habe durch die Pandemie zusätzlichen Schub erhalten. Auch die Tiefkühllager für Bio-Butter blieben laut Bio Suisse in den ersten Januarwochen leer und Bio-Butter bleibe gesucht.

Ob dieser starke Absatz von Bio-Milchprodukten die Corona-Pandemie überdauere, sei derzeit schwer abschätzbar, so Bio Suisse weiter. Ab 2022 werden deutlich weniger Betriebe die Umstellungszeit auf Bio beenden. Gleichzeitig gilt ab dann auch die neue Fütterungsrichtlinie, die für Wiederkäuer auf Knospe-Betrieben ausschliesslich Schweizer Futter und weniger Kraftfutter vorschreibt; das werde Auswirkungen auf die Menge der Bio-Milchproduktion haben.