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Käseexporte 2020 trotz Corona gestiegen

Im letzten Jahr wurden die Käseexporte um 1,6 Prozent auf 77124 Tonnen erhöht. Der Umsatz im Export stieg um 3,9 Prozent auf 693,8 Millionen Franken.

von pd

Trotz der starken Einbrüche in den Monaten April und Mai hätten die meisten bekannten Käsesorten solide Zunahmen verzeichnet, heisst es in einer Mitteilung von TSM Treuhand und Switzerland Cheese Marketing. Die Erhöhung des Umsatzes im Export ging auf die gestiegenen Mengen, aber auch auf Preiserhöhungen zurück. Der durchschnittliche Grosshandelspreis im Export betrug 9.19 Franken pro Kilogramm, gegenüber 8,97 Franken im Vorjahr. Weil die Nachfrage auch im Inland anstieg, wurde insgesamt mehr Käse produziert. 
80 Prozent der Käseexporte gehen in die EU, rund die Hälfte davon, 32’926 Tonnen, ging 2020 nach Deutschland. Nach Italien wurden 10’533 t exportiert, nach Frankreich 5839 t. Auch ausserhalb von Europa konnten die Käseexporte auf 14’205 t gesteigert werden.
2020 wurde auch mehr Käse importiert. Insgesamt wurden 71’664 t importiert, 11,7 Prozent mehr als 2019. Der Importwert betrug 452,5 Mio Franken, im Schnitt wurde pro Kilogramm ein Grosshandelspreis von 6.31 Franken bezahlt. Die wertmässige Zunahme der Import betrug deshalb nur 4,2 Prozent. Darunter ist nach der Vermutung von Switzerland Cheese Marketing viel Käse, der statt im nahen Ausland während der Grenzschliessungen im Inland gekauft wurde. Die meisten Importe stammten aus Italien (25’594 t, +12,2 %), Deutschland (19’580 t, +13,8 %) und Frankreich (13’490 t, +6,9 %).