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Mymuesli macht fast alle Filialen zu

Der deutsche Müeslihersteller Mymuesli zieht sich wegen Corona fast vollständig aus dem eigenen Filialgeschäft zurück. Auch die Läden in Bern und Zürich gehen zu. Ausbauen will er dagegen das Onlinegeschäft.

von pd/mos

Auch die beiden Schweizer Mymuesli-Läden in Bern und Zürich (Bild) gehen zu. (Bild Mymuesli/zvg)
Mymuesli schliesst in den nächsten 12 bis 24 Monaten 20 seiner 23 Filialen. Lediglich die Geschäfte in Passau, München und Geislingen sollen weitergeführt werden, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Auch die beiden Schweizer Filialen in Bern und Zürich werden aufgegeben, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber foodaktuell.ch bestätigte. 
Als Grund für die Filialschliessungen gibt Mymuesli die Corona-Krise an. «Die Lockdowns 2020 und Anfang 2021 haben dazu geführt, dass die Umsätze in unseren Stores weit abgesunken sind. Auch wenn Lebensmittelgeschäfte geöffnet bleiben durften, war der versiegende Publikumsverkehr deutlich zu spüren. In den Nicht-Lockdown-Monaten waren die Umsätze bis zu 80 Prozent geringer als im Vorjahr. Wir sehen uns gezwungen, diesen Schritt zu gehen», wird Mymuesli-Mitgründer Philipp Kraiss in der Mitteilung zitiert.
Einen Teil der Umsatzausfälle habe man zwar 2020 über E-Commerce und den Lebensmitteleinzelhandel kompensieren können. «2021 müssen unternehmensseitig jedoch nachhaltigere Konsequenzen gezogen werden», heisst es in der Mitteilung. Künftig wolle man sich stärker auf den Online-Shop und die Individualisierung der Produkte konzentrieren.
Wegen den Schliessungen werde es auch Entlassungen geben, heisst es weiter. Mymuesli werde sich bemühen, «faire Lösungswege» zu entwickeln.