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Marke «Corona» sorgt für Streit

In den USA hat die Brauereigruppe AB InBev Klage gegen einen Getränkehersteller eingereicht. Dieser verstosse mit der Marke «Corona Hard Seltzer» gegen Lizenzvereinbarungen.

von hps

Der mexikanische Ableger von AB InBev, Grupo Modelo, hat eine Klage gegen den US-amerikanischen Getränkehersteller Constellation Brands eingereicht. Das US-Unternehmen habe mit der Einführung von «Corona Hard Seltzer» gegen seine Lizenzvereinbarung für die Marke Corona verstossen. 

Grupo Modelo reichte die Klage beim US-Bezirksgericht von New York ein. Constellation Brands erwarb 2013 zwar die Rechte an dem Namen und der Marke Corona in den USA, nachdem es das US-Biergeschäft von Grupo Modelo gekauft hatte. Doch AB InBev behielt auch nach der Veräusserung die Rechte an den Marken von Modelo. 

Vor einem Jahr brachte Constellation Brands nun die Marke, «Corona Hard Seltzer» auf den Markt. Laut Reuters hatte die Marke im Oktober einen Anteil von 6% am US-amerikanischen Seltzer-Markt und war damit nach White Claw, Truly und Bud Light die viertgrösste in der Branche. Das verstosse gemäss der Grupo Modelo gegen die Lizenzvereinbarung für Corona, die sich nur auf Bier erstreckte und keinen harten Seltzer enthielt. Corona habe eine reiche Geschichte und ein authentisches mexikanisches Erbe. AB InBev habe die Klage eingereicht um diese «Kultmarke» zu schützen.

Dieser Rechtsfall sei gemäss Foodbev.com der jüngste in einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten in einem zunehmen härter umkämpften US-Getränkemarkt.