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Mehr Emmentaler verkauft

Trotz Preiserhöhungen vor einem Jahr wurde mehr Emmentaler AOP verkauft. Das Wachstum fand im Inland und mit Tafelware statt.

von hps

Zum zweiten Mal in Folge verzeichnet Emmentaler Switzerland ein Wachstum für den Emmentaler AOP: Die Gesamtverkäufe konnten um fünf Tonnen auf 17’468 Tonnen gesteigert werden. Dies ist in Anbetracht der aktuellen Coronapandemie für ein stark exportabhängiges Produkt wie den Emmentaler AOP – über 60% des Emmentaler AOP werden exportiert – ein sehr gutes Resultat. Umso mehr, da die Richtpreise per 1. April 2020 zusätzlich erhöht wurden. Am stärksten zeigt sich das Wachstum des Emmentaler AOP im Inland. 
Auch die Produktion stieg. Während im 2019 16 332 Tonnen Emmentaler AOP produziert wurden, so sind gemäss den Zahlen der Treuhandstelle Milch (TSM) im 2020 17 219 Tonnen hergestellt worden.
Mit einem Plus von 219 Tonnen erhöhten sich die Verkäufe in der Schweiz um 4,8 Prozent. Die erfolgreiche Steigerung der Inlandverkäufe 2020 ist vor allem auf den vermehrten Heimkonsum während des Lockdowns im März und April, den temporären Schliessungen der Restaurants sowie den wegfallenden Einkaufstourismus zurückzuführen. Zudem förderten die Retailer in dieser Zeit gezielt starke Schweizer Marken wie Emmentaler AOP. Insgesamt sind die Verkäufe der Tafelware (Inland und Export) im Vergleich zum Vorjahr um 122 Tonnen auf 15’657 Tonnen gestiegen. Für den Export resultiert 2020 ein kleines Minus von 97 Tonnen. Die volumenstärksten Exportmärkte bleiben nach wie vor die beiden Nachbarländer Italien und Deutschland.