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Nationalrat für ein Programm «Jugend und Ernährung»

Junge Menschen in der Schweiz sollen lernen, wie man sich ohne negative Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden ernähren kann. Vorbild dafür sollen die Programme Jugend und Sport respektive Jugend und Kultur sein.

von sda

(Symbolbild Pixabay)
Mit 120 zu 66 Stimmen und 6 Enthaltungen unterstützte der Nationalrat am Mittwoch eine parlamentarische Initiative von Laurent Wehrli (FDP/VD). Seine Bildungskommission (WBK-N) hatte sich mit Stichentscheid von Präsident Mathias Reynard (SP/VS) hinter die Initiative gestellt. Sie sah Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen.

Initiant Wehrli schwebt vor, dass junge Leute darüber informiert werden, dass es wichtig sei, lokale und regionale Produkte zu wählen, umweltfreundlich produziert von einer Landwirtschaft von hoher Qualität. Die Kosten dafür könnten bei der Gesundheitsförderung kompensiert werden.

Die Mehrheit der WBK-N will das Thema vertiefen. Mit einem Postulat will sie Auskunft darüber erhalten, welche nationalen und kantonalen Angebote im Bereich «Jugend und Ernährung» es gibt. Über das Postulat hat der Nationalrat noch nicht entschieden.

Die Minderheit war der Ansicht, dass es keine neuen Programme brauche. Sie verwies auf die Schweizer Ernährungsstrategie für die Jahre 2017 bis 2024. Für Massnahmen, die auf die obligatorische Schule abzielten, seien die Kantone zuständig. «Gesunde Ernährung ist Sache der Familien», sagte Alois Huber (SVP/AG).

Die Initiative geht nun an die WBK des Ständerates. Sie hatte das Anliegen schon einmal abgelehnt.